Sahneheringe

mit Äpfeln und Zwiebeln


Sahneheringe

Mal wieder entführen wir euch in ein Rezept meiner Kindheit. Jedes Jahr zu Aschermittwoch hat meine Mutter eine riesige Schüssel voller Sahneheringe zubereitet. Alle waren immer absolut verrückt nach dieser unglaublich leckeren Schlemmerei. Als Kind hatten wir ständig das Gefühl, dass diese Schüssel nie leer wird und einen schier unendlichen Vorrat an leckeren Heringen beherbergt.

Gerichte der Kindheit und die Rezepte dazu ... nicht immer einfach.

Mittlerweile hat es sich auch ordentlich rumgesprochen, dass meine Mutter die besten Sahneheringe weit und breit macht. So gibt es an jedem Mittwoch nach Karneval ein großes Festmahl! Die Freunde meiner Eltern reisen dafür auch ganz bereitwillig viele Kilometer an, denn ohne einmal diese Köstlichkeit zu genießen, kann man ein Jahr nicht mit guten Gewissen bestreiten. Torsten ist auch schon seit ein paar Jahren restlos begeistert und kann es auch kaum abwarten Mamas Heringe endlich nochmal zu essen.

 

Da wir es nicht immer nach Hause schaffen, haben wir schon lange den Plan, ihre Sahneheringe einfach einmal selbst zu machen. Aber kennt ihr das auch? Man fragt seine Mutter nach einem Rezept und die Antwort lautet:

"Puh ... also ich schmeiss das immer so zusammen." - wie es dann trotzdem immer gleich schmecken kann, bleibt dann wohl ihr Geheimnis. 

 

Aber sie hat ihr Bestes gegeben und ich habe fleißig mitgeschrieben. Noch ein wenig Tüftelei und Ausprobieren an der Würzung, ist es uns geglückt! Es schmeckt, wie zu Hause und ich habe einen kleinen Freudentanz voller schöner Erinnerung gemacht.

 

Nun ist es an der Zeit, auch euch das Rezept nicht mehr länger vorzuenthalten, denn man kann Sahneheringe auch gut das ganze Jahr genießen. Aber so ist das manchmal mit Traditionen und irgendwie hat so ein "Einmal-im-Jahr-Gericht" auch einen ganz besonderen Charme, denn Vorfreude ist doch immer die schönste Freude!

 

Wir wünschen euch auf jeden Fall schon mal eine schöne Karnevalszeit und probiert unser Rezept für Sahneheringe einfach mal aus ... glaubt mir, es lohnt sich!!

 

Eure Jungs

| Sascha |



Zutaten für ca. 10-15 Sahneheringe

500 g Matjesfilets, nordische Art
große Gemüsezwiebel, gewürfelt
Boskop Äpfel, gewürfelt

1,2 l Sahne
2 EL Senfkörner
4 Lorbeerblätter
3 EL Essig-Essenz, braun
2-3 EL Salz


Zubereitung der Sahneheringe

  • legt die Heringsfilets in eine große Schüssel und bedeckt sie vollständig mit kaltem Wasser
  • lasst sei für 20-25 Minuten im Wasser, schüttet sie ab und wiederholt den Vorgang nochmals für die gleiche Zeit
  • in eine großen Schüssel gebt ihr die Zwiebeln, Apfelstücke, Sahne, Lorbeerblätter und Senfkörner und vermengt alles gut miteinander
  • nun fügt ihr noch Salz und Essig hinzu und rührt erneut, gebt erstmal etwas weniger Salz hinein, denn auch die Heringe geben noch Salz an die Sauce ab
  • lasst die Heringe gut abtropfen und  legt nun auch diese in die Sahnesauce
  • nun lasst ihr das ganze ca. 48 Stunden ziehen, währenddessen schmeckt nochmal ab, um festzustellen ob das Salz ausreichend war, ansonsten nochmals nachsalzen
  • das Warten lohnt sich und dann darf einfach nur geschlemmt werden!!


| Tipp | Tipp | Tipp |

Traditionell gibt es bei uns zu Sahneheringen immer Pellkartoffeln mit kross ausgebratenen Speckwürfeln.

Einen schönen Riesling dazu und mal wieder merkt man, wie großartig auch ein ganz einfaches Gericht sein kann.