Auch wir melden uns so langsam wieder zurück aus unserem Winterschlaf. Das heisst, geschlafen haben wir nicht wirklich, denn wir waren nicht untätig und haben ein wenig mehr, als normal an unserem neuen Buch gearbeitet. Und haben uns nun eine gute Woche Ruhe gegönnt und das Jahr etwas ruhiger angehen lassen. Unser Coq au Riesling, das wir heute auf den Blog bringen, haben wir allerdings schon vor der Weihnachtszeit zubereitet. Und warum, das erzählen wir euch jetzt.

Tatsächlich sind es gleich mehrere Gründe, warum wir ein Coq au Riesling endlich einmal gekocht haben. Einer davon ist auf jeden Fall der, dass ich das schon immer machen wollte. Keine Ahnung mehr, wann ich es zum ersten Mal gegessen habe, aber das ist definitiv schon ein Ewigkeit her. Ich liebe den Hähnchengeschmack zusammen mit der fruchtigen Säure des Weines. Für mich eine unglaublich leckere Kombination.



Mit Riesling aufgewachsen … quasi!?

Zum Anderen kommt Sascha ja aus der Saar-Mosel-Region. Und dort ist der Riesling nunmal eine der Rebsorten, die am häufigsten angebaut, gelesen und natürlich getrunken werden. Auch wir sind große Rieslingfans, kommen selten von einem Heimaturlaub ohne ein paar neuer Flaschen zurück und genießen sie dann zu Hause.

Sascha hat bei der Traubenlese, seine Erfahrungen als Kind ja schon gemacht. Eine kleine Hass-Liebe würde ich es nennen. Der Spaß an der Ernte der Trauben war immer sehr wetter- und altersabhängig. Er ist dabei auch schonmal mit einer Hotte voller Trauben kopfüber in den Anhänger voller Trauben gekippt. Ganz ehrlich … das Bild hätte ich gerne gesehen.



Die perfekte Gelegenheit für unser Coq au Riesling!

Aber zurück zu unserem Coq au Riesling. Saschas Eltern waren vor Weihnachten schon mehrere Male bei uns zu Besuch, da sie so lieb waren, uns beim Kochen der Gerichte für unser Buch zu helfen, wofür wir super dankbar sind. Und da wollten wir sie mit einem leckeren Gericht überraschen. Und ich glaube, das haben wir auch geschafft!

Also haben wir kurzfristig ein Huhn bei unserem Geflügelhof in Niederbröl, bei mir in der Heimat, vorbestellt, bei dem wir auch immer den Truthahn für unser Weihnachtsdinner kaufen. Und da ich ja eh im Nachbarort arbeite, konnte ich ihn gleich ganz frisch dort abholen. Ich kann euch nur sagen, dass so frisches Geflügel vom Hof, nochmal so gut schmeckt.



Und jetzt sollte ich auch so langsam mal zum Ende kommen und euch auch zeigen, wie wir unser Coq au Riesling zubereitet haben. So könnt ihr schon fürs Nächste Wochenende alles einkaufen und euren Lieben auch ein so leckeres Gericht aus Hähnchen, Gemüse und gaaaanz viel Riesling zubereiten. Sie werden es euch danken. Da bin ich mir sicher! Aber auch ganz eigennützig für den eigenen Gaumen ist das eine gute Idee!

Habt ihr denn vielleicht selber schon ein Coq au Riesling oder Coq au Vin gekocht? Und wenn ja, welches ist eher euer Geschmack? Rot oder Weiss? Das ist meine Frage an euch.

Wir wünschen euch auf jeden Fall viel Vergnügen beim Kochen und einen riesigen Appetit beim Genießen.

Eure Jungs


Rezept für Coq au Riesling. Mit unserem Lieblingswein zubereitet. Die fruchtige Säure passt perfekt zum Schmorgericht aus Gemüse und Huhn.

Coq au Riesling

Rezept für Coq au Riesling. Mit unserem Lieblingswein zubereitet. Die fruchtige Säure passt perfekt zum Schmorgericht aus Gemüse und Huhn.
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GerichtHauptgericht
Land & RegionDeutschland,Frankreich
KeywordHühnchen,Riesling,Schmorgericht
Vorbereitungszeit55 Minuten
Zubereitungszeit55 Minuten
Arbeitszeit1 Stunde 50 Minuten
Portionen6 Personen

Zubehör

  • Schmortopf

Zutaten

  • 1 großes Hühnchen ca. 4 kg
  • Salz & Pfeffer
  • etwas Mehl
  • etwas Butterschmalz
  • 200 g Speck gewürfelt
  • 300 g Möhren gewürfelt
  • 150 g Petersilienwurzel gewürfelt
  • 200 g Staudensellerie in Scheiben geschnitten
  • 200 g Sellerie gewürfelt
  • 6 Zwiebeln gewürfelt
  • 4 Knoblauchzehen gehackt
  • 700 ml Geflügelfond selbst gemachter geht natürlich auch!
  • 1 Flasche Riesling
  • 3 Lorbeerblätter
  • 6 Thymianzweige
  • 10 Pfefferkörner gemörsert
  • 4 Pimentkörner gemörsert
  • 4 Wacholderkörner gemörsert
  • 400 g Champignons halbiert oder geviertelt
  • 200 g Creme Fraiche
  • 1 Bund Petersilie gehackt
  • 2-3 Baguettes

Anleitungen

  • Schneidet mit einer Geflügelschere zunächst das Hähnchen in zwei Hälften und entfernt dabei die Wirbelsäule. Schneidet dann die einzelnen Stücke heraus, wie zum Beispiel Schenkel, Flügel und so weiter. Salzt und Pfeffert die Teile und bemehlt sie leicht.
  • Erhitzt in einem großen Schmortopf etwas Butterschmalz und bratet die Hähnchenteile von allen Seiten scharf an. Nehmt sie heraus, legt sie zur Seite und bratet im Topf den Speck und das Gemüse ebenfalls scharf an.
  • Heizt euren Backofen auf 180 °C Ober-/Untherhitze vor.
  • Löscht mit dem Fond und Riesling ab. gebt alle Gewürze dazu und rührt einmal gründlich um, bevor ihr die Hähnchenteile wieder dazu gebt. Stellt den Schmortopf mit geschlossenem Deckel für 35 Minuten in den Ofen.
  • Bereitet in der Zwischenzeit die Champignons vor und bratet sie in einer Pfanne ohne Fett langsam an. Somit verlieren sie nicht soviel Wasser und bleiben größer. Gebt sie nach der ersten Zeit im Backofen mit zum Coq au Riesling, rührt sie leicht unter und lasst es bei geöffnetem Deckel weiter 20 Minuten garen.
  • Zum Ende der Garzeit, nehmt ihr das Fleisch, die Lorbeerblätter und den Thymian wieder heraus, rührt die Creme Fraiche und die gehackte Petersilie unter und gebt das Fleisch wieder zurück in den Topf.
  • Genießt sofort, am besten mit dem heißen Topf in der Mitte des Tisches, gemeinsam mit einem frischen Baguette, das Coq au Riesling.
Habt ihr das Rezept ausprobiert? Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze den Hashtag #rezeptvondenjungs damit wir deine Rezepte auch teilen können!

Torsten

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!

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"Aber kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck, den er hinterlässt, 
ist bleibend."