Ein glückliches und gesundes Jahr 2020 wünschen wir euch allen. Vielen lieben Dank, dass ihr uns so treu begleitet und unsere Rezepte so fleissig nach kocht und backt. Genauso hoffen wir, dass wir euch mit unserem heutigen Rezept direkt wieder eine schöne Idee mit auf den Weg geben können, denn heute geht es bei uns um die Resteverwertung. Und dabei ist ein quasi „Reste“ Gulasch heraus gekommen.

Die Weihnachtsfeiertage und auch Silvester haben wir dieses Mal komplett bei uns zu Hause gefeiert. Unsere Familien waren an allen Weihnachtstagen bei uns zu Gast und wir haben, wie immer, gemeinsam in der Küche gestanden, gewerkelt, bei einem Gläschen Wein gequatscht und wirklich schöne Tage verbracht. An Silvester waren ganz liebe Freunde da und wir haben zusammen einen tollen letzten Abend des Jahres verbracht und zusammen ins neue Jahr rein gefeiert. So, wie es sich gehört.

Bei so vielen Leckereien, die an allen Tagen auf den Tisch gekommen sind, ist es ja immer schwierig, im Vorfeld auch die Mengen beim Einkaufen richtig einzuschätzen. Vor allem, wenn wir an Raclette und Fondue denken. Das machen wir immer mindestens eimal in der letzten Woche eines Jahres. Meist sogar mehrfach, da immer noch viel zu viel Käse übrig ist.

Der Bundesverband Glasindustrie e.V. und der Verband Metallverpackungen e.V. haben schon 2013 eine Initiative ins Leben gerufen. „Clever einkaufen & essen – eine Initiative gegen Lebensmittelverschwendung“. Mit dieser Kampagne werden Verbraucher darüber informiert, wieviel mehr Sinn es macht, bestmöglich einzukaufen und Lebensmittel optimal einzusetzen. Wir finden, dass das eine tolle Idee ist. Denn auch wir versuchen immer wieder, unsere Lebensmittelreste, die wir übrig haben, irgendwie zu verwerten. Oder aber es gar nicht zu vielen Resten kommen zu lassen!

Eine weitere Resteidee …

Zum Beispiel steht bei uns an solchen Tage, an denen wir viele Gerichte zubereiten, immer ein großer Topf mit Wasser auf dem Herd. Dort hinein kommen alle „Abfälle“ wie Zwiebelschalen, Gemüseabschnitte, aber auch Fleischreste, die entfernt werden. Und auf kleinerer Temperatur köchelt dann alles den ganzen Tag. Bei jedem Arbeitsschritt kommen dann weitere Reste dazu. Und am Ende haben wir einige Gläser mit großartigem Fond. Den wiederum verwenden wir dann für andere Gerichte. Unser Grundrezept für einen solchen Fond haben wir euch ja schon vor ein paar Tagen vorgestellt. Für solche Zwecke ist es dann auch super praktisch all die Gläser mit Metalldeckel, die man mit verschiedenen Inhalten kauft, aufzuheben und wiederzuverwenden.

Aber zurück zu unserem „Reste“ Gulasch. Wir hatten Rind- und Schweinefleisch übrig. Außerdem noch Zwiebeln, Möhren, Pilze, Kartoffeln und noch einige anderen Lebensmittel. Daraus lässt sich doch super ein leckerer Gulasch kochen. Und das haben wir dann auch gleich am ersten Tag des neuen Jahres gemacht.

Allerdings hatten wir noch überhaupt keinen Appetit auf ein weiteres deftiges Gericht und haben gestern erst einmal mit etwas Salat den Mittag gestartet. Also nix mit „Reste“ Gulasch am ersten Tag des Jahres. Das soll jetzt kein guter Vorsatz für 2020 werden, denn, seien wir mal ehrlich, das schaffen wir nicht an 365 Tagen hintereinander ..!

„Reste“ Gulasch haltbar machen.

Damit wir den Gulasch aber dennoch nicht umsonst gekocht haben, haben wir ihn, als er fertig war, sofort in Gläser mit Metallschraubdeckel abgefüllt und sofort durch Einkochen, haltbar gemacht. Somit können wir uns in den nächsten Monaten noch immer an unserem „Reste“ Gulasch erfreuen. Wenn es mal schneller gehen muss, wird einfach ein Glas aufgemacht, erwärmt und dann heiß verputzt.

Wir beide sind begeistert von unserer Idee und hoffen, wir konnten euch auch ein wenig anstecken, eure Reste jetzt auch in solch leckeren Rezepten, wie unserem „Reste“ Gulasch zu verarbeiten. Und wie das mit dem Einkochen geht, das erzählen wir euch natürlich auch in unserem Rezept, auf das ihr jetzt gehen solltet …

Schaut euch doch auch mal
unsere „Reste“ Lasagne an!

Hat jemand von euch auch schon einmal ein schönes Rezept gekocht, das nur entstanden ist, weil ihr Lebensmittelreste zu Hause hattet? Manchmal kommen dabei auch ganz verrückte Ideen bei heraus. Wir sind gespannt und wünschen euch ganz viel Spaß beim Nachkochen von unserem „Reste“ Gulasch. Oder ihr nehmt unser Rezept einfach als Grundlage für eure eigenen Lebensmittelreste.

Eure Jungs

„Reste“ Gulasch

Rezept für einen „Reste“ Gulasch. Aus Lebensmittelresten der Feiertage haben wir einen mega leckeren Gulasch gekocht und ihn in Gläsern haltbar gemacht.
Vorbereitungszeit 30 Min.
Zubereitungszeit 1 Std. 30 Min.
Einkochzeit 1 Std. 15 Min.
Gericht Gulasch, Hauptgericht
Land & Region Deutschland
Portionen 6 Gläser à 500 ml

Equipment

  • 6 Gläser à 500 ml Volumen mit Metalldeckel

Zutaten
  

  • 400 g Champignons halbiert, geviertelt oder geachtelt (je nach Größe)
  • 1 EL Butterschmalz
  • 500 g Rindfleisch in grobe Würfel geschnitten
  • 500 g Schweinefleisch in grobe Würfel geschnitten
  • 2 Gemüsezwiebeln in Würfel geschnitten
  • 2 Knoblauzehen grob gehackt
  • 4 Karotten in Scheiben geschnitten
  • 1 Stück Sellerie in kleine Würfel geschnitten
  • 500 ml Rinderfond oder ein anderer Fond
  • 500 ml Rotwein trocken
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Zweig Thymian
  • 10 kleine Kartoffeln gekocht

Die Gewürzmischung (im Mörser zerkleinert)

  • 6 Pfefferkörner
  • 2 Pimentkörner
  • 2 Wacholderbeeren

Anleitungen
 

Vorbereitungen …

  • Kocht als erstes die kleinen Kartoffeln gar und stellt sie zur Seite. Ebenso mörsert ihr die Gewürze und lasst sie ebenfalls stehen, bis ihr sie braucht.
    Die Champignons bratet ihr in einem großen Topf bei hoher Hitze OHNE FETT von allen Seiten für ca. 5 Minuten an und stellt auch sie erst einmal in einer Schale zur Seite.
    Erhitzt in diesem Topf nun das Butterschmalz und bratet in nicht zu großen Portionen, die Fleischwürfel von allen Seiten ganz scharf an und lasst auch das Fleisch dann erst einmal auf einem tiefen Teller ruhen.

Der Gulasch

  • Gebt nun die Zwiebeln in den heißen Topf und bratet sie ebenfalls scharf an. Löscht mit ein wenig des Fonds ab und lasst die Flüssigkeit wieder verkochen und die Zwiebeln dadurch noch dunkler werden. Löscht dann mit einem Schluck Wein ab und wiederholt beides dann noch einmal.
  • Gebt dann Karotten, Sellerie, Knoblauch, die Pilze, das angebratene Fleisch und die Gewürze in den heißen Topf und löscht mit dem restlichen Wein und Fond ab. Bringt alles einmal richtig zum Kochen und reduziert die Hitze auf eine so kleine Stufe, dass der Gulasch noch soeben köchelt. Deckel drauf und für 1 1/2 Stunden weiter köcheln lassen.

Das Haltbarmachen

  • Gebt 15 Minuten vor dem Ende der Kochzeit noch die Kartoffeln halbiert oder geviertelt dazu. Verteilt dann den "Reste" Gulasch auf eure keimfrei gemachten Gläser (bis ca. 2 cm zum Glasrand) und verschließt sie sofort mit einem Metallschraubdeckel.
  • Erhitzt in einem hohen Topf (oder auch Einkochtopf) soviel Wasser, dass die Gläser ca. 2 cm unter dem Glasrand im Wasser stehen. Lasst das Wasser bei 100°C für 75 Minuten kochen und lasst die Gläser danach langsam komplett auskühlen.

Tipp von den Jungs

Wir werden auch heute keine allgemein gültigen Informationen zur Haltbarkeit unseres „Reste“ Gulaschs machen, denn das ist ganz davon abhängig, wie frisch die Zutaten sind, die verarbeitet werden und auch, ob die Gläser und Metalldeckel optimal entkeimt werden, bevor ihr sie befüllt.
Achtet darauf, dass beim Befüllen der Gläser kein Tropfen des Gulaschs auf den Glasrand  tropft. Denn dann kann das dazu führen, dass das Glas nicht perfekt schließt, somit Luft zieht und der Inhalt schlecht wird.
Stichwörter Einkochen | Haltbarmachen | Lebensmittelreste | Resteverwertung
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Torsten

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!

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