Unser Grundrezept für einen Fond, wollen wir euch schon eine ganze Weile lang vorstellen. Das liegt uns wirklich am Herzen. Denn es ist ja so, dass man immer, wenn man kocht, auch Abfälle übrig hat. Abfälle, wie zum Beispiel vom Schälen oder säubern von Gemüse. Aber auch Fleischreste kommen dabei immer auf.

Küchenabfälle weiterverwenden

Jetzt kann man das alles einfach in die Biotonne werfen und man ist den Abfall los. Aber bei uns wandern solche Dinge, wie Schalen, Abschnitte, Reste von Kräutern immer in einen großen Topf. Der steht immer parallel zum Kochen auf dem Herd und ist gefüllt mit leicht siedendem Wasser und ein paar Gewürzen. Das ist dann schon der Ansatz für unseren Fond.



Dazu kommen dann immer die Reste, die bei der Verarbeitung eines Rezepts übrig bleiben. Manchmal sind es ausschließlich vegetarische Zutaten. Daraus wird dann ein Fond aus Gemüse. Wenn die Gerichte, die wir zubereiten dann auch mit Fleisch gemacht sind, fallen immer etwas Silberhaut, Knorpel, Knochen oder auch Fettabschnitte dabei an. Die wandern dann ebenfalls in diesen Topf. Hier kann man ganz strickt vorgehen und einen Fond aus Geflügel oder Rind oder Lamm zubereiten. Aber auch ein gemischter Fleischfond ist da vorstellbar.

Fond – Resteverwertung und Haltbarmachen

Wir sind große Fans davon, die Abfälle, die beim Kochen anfallen weiter zu verwerten. Und genauso schön ist es, diesen Fond dann am Ende auch haltbar zu machen. So haben wir immer ein paar Gläser Fond im Vorratskämmerchen und brauche daher fast nie welchen zu kaufen.



Das ist, weil es neben dem Kochen von ganz alleine passiert, überhaupt keine Arbeit und kostet, bis auf das Wasser und den Strom, gar nichts! Einfacher kann man seine Küchenabfälle nicht verwerten.

Wir hoffen, dass wir euch eine schöne Idee damit liefern können und sind gespannt, wann ihr unseren Fond das erste Mal ausprobieren werdet.

Eure Jungs


Rezept für Fond. Kann als Saucenansatz oder auch in vielen Gerichten als Flüssigkeitszusatz verwendet werden. Hergestellt aus den "Abfällen" beim Kochen. #resteverwertung #küchenabfälle #basisrezept #saucenbasis #rezepte

Fond

Rezept für Fond. Kann als Saucenansatz oder auch in vielen Gerichten als Flüssigkeitszusatz verwendet werden. Hergestellt aus den "Abfällen" beim Kochen.
5 von 4 Bewertungen
Zubereitungszeit 10 Stdn.
Gericht Fond, Grundrezept
Portionen 5 Gläser à 400 ml

Zutaten
  

  • 5 Liter Wasser
  • 5 Pfefferkörner
  • 2 Wacholderbeeren
  • 2 Pimentkörner
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 Nelke
  • z.B. Zwiebelschale / Zwiebelreste
  • z.B. Knoblauchschale / Knoblauchreste
  • z.B. Möhrenschale / Möhrenabschnitte
  • z.B. Sellerieschale / Selleriereste
  • z.B. Fleischabschnitte / Fettreste / Silberhaut
  • z.B. Kräuterreste (Petersilie/Schnittlauch/Thymian …)

Anleitungen
 

Ein kleiner Tipp zu Beginn

  • Solltet ihr auf eurem Herd noch eine Platte übrig haben, dann röstet alle Zutaten (vor allem bei Knochen, Fleisch und Zwiebeln), die nach und nach anfallen an, bevor ihr mit dem nächsten Schritt weiter macht. Das gibt dem Fond dann nochmal mehr Geschmack.

Die Zubereitung

  • Da die Zubereitung sich über einen ganzen Tag zieht, gebt ihr zunächst das Wasser und die Gewürze, die wir mit einer Mengenangabe versehen haben, in einen großen Topf und bringt das Wasser zum Kochen.
  • Reduziert die Hitze, so dass das Wasser noch ganz leicht siedet.
  • Gebt nun nach und nach (so, wie die Reste anfallen) diese in das Wasser. Beim Zwiebelschneiden z.B. gebt ihr die Schale und die Abschnitte dazu. Achetet aber darauf, dass keine angefaulten Stellen dabei sind!
  • Lasst den Topf einfach den ganzen Tag über auf kleinster Hitze vor sich hin ziehen. Und wenn ihr möchtet, auch gerne am 2. Tag erneut. Dann wird der Geschmack noch intensiver.
  • Entkeimt dann genügend Gläser und Deckel zum Haltbarmachen und seiht den Fond durch ein Sieb und am besten noch durch ein Tuch ab. Füllt den aufgekochten Fond dann in die sauberen Gläser ab und verschließt sie sofort.
  • Lagern könnt ihr sie dann an einem dunklen und nicht zu warmen Ort. Kämmerchen, Keller oder Kühlschrank.
  • Über die Haltbarkeit machen wir, wie immer keine Angabe, denn es kommt immer darauf an, wie frisch die Zutaten sind und wie sauber man gearbeitet hat und wie man die Gläser gelagert hat. Aber wir haben unseren Fond schon oft nach einigen Monaten verwendet.
Stichwörter Fleischfond | Gemüsefond | Haltbarmachen | Resteverwertung
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10 Antworten

  1. 5 stars
    Danke für diesen Tipp. Das klingt nicht nur sehr verlockend und gut, sondern ist auch sehr clever, wie man die Reste verwerten kann.
    Rutscht gut in das neue Jahr rüber. Liebe Grüße aus Wien, Robert und Michael 😀

    1. Das wünschen wir euch beiden auch.
      Und vielen Dank für Deinen Kommentar. Wir würden uns sehr freuen, wenn
      Ihr unseren Fond auch einmal ausprobiert. Ihr werdet bestimmt begeistert sein,
      Wie schnell und einfach das geht.
      Liebe Grüße nach Wien
      Eure Jungs

  2. 5 stars
    So… hab’s gelesen und hab da gleich mal ne Frage … ihr kocht den Fond nicht nochmal ein? Ich hab schon gelesen, dass ihr zur Haltbarkeit nichts sagen könnt. Eingekocht habe ich selbst noch nie. Ich friere die Gläser dann immer ein. Aber ihr meint schon, dass es auch so geht?

    Ganz lieben Gruß euch zwei beiden!
    Claudia

    1. Hi liebe Claudia,

      meine Mama (Torstens) macht das mit dem Einfrieren auch immer. Das ist eine super Geschichte.
      Wir beide kochen allerdings so viel, dass wir immer sehr viel Fond verwenden und daher kann er
      bei uns einfach nicht schlecht werden. Aber wie schon gesagt, es haben sich schon Gläser sehr lange
      bei uns gehalten.

      Wenn Du aber ganz sicher gehen möchtest, dann könntest Du die Gläser natürlich zusätzlich noch durch Einkochen haltbar machen.
      Dazu füllst Du Wasser bis ca. 2 cm unterhalb des Deckels in einen großen Topf und kochst den Fond im Glas bei ca. 100°C für 45 Minuten ein.
      Dann kann sich der Fond auch noch viel länger halten. Oma hatte in den späten 80ern noch eingeweckte Kirschen aus 1973 im Keller ;-).

      Wir hoffen, wir konnten Dir ein wenig helfen und freuen uns natürlich, wenn Du unser Rezept einmal ausprobieren möchtest.

      Liebe Grüße

      Deine Jungs

  3. 5 stars
    Hallo, Ihr Beiden,
    erst mal ein Kompliment und ganz herzlichen Dank, dass Ihr so tapfer jede Woche postet.
    Ich freu mich sehr darüber.
    Mich wundert, dass Ihr die Wurzelgemüsereste und Fleischabschnitte sowie die Knochen nicht
    anröstet. Aus der Hotelküche kenne ich das nicht anders. Da wird alles angeröstet in einem
    Hauch Öl, Gewürze dazu, abgelöscht und dann über viele Stunden leise simmernd über Stunden
    geköchelt. Die Röstaromen geben dem Fond eine solche Intensität, dass man dann kaum noch
    was zugeben muss. Manche löschen den Fond auch erst mit etwas Wein ab und lassen ihn ein-
    reduzieren, bevor dann mit Wasser aufgefüllt wird. Zum Haltbarmachen fülle ich die Gläser bis
    zum Rand, stelle sie dann verschlossen auf den Kopf und lasse sie abkühlen. Dann ab in den
    Kühlschrank. Und was zuviel ist, kommt in den Tiefkühlschrank.
    Vielleicht konnte ich mich heute mal mit einem Tipp revanchieren?
    Weiterhin noch viel Spaß in der Küche.
    Ganz liebe Grüße Inge

    1. Liebe Inge,
      Ganz ganz lieben Dank für Deine lieben Worte. Wir sind so froh, dass unsere Arbeit so geschätzt wird.
      Auch für Deinen Tipp danken wir Dir sehr.
      Denn tatsächlich machen wir das Gibbons wieder auch.
      Allerdings kommen bei uns die Reste immer so chronologisch unpassend, dass dann meist kein Platz mehr auf dem Herd ist, um die bei dazu kommenden Reste vorher noch anzurösten.
      Aber wir werden Deinen Tipp nich in unser Rezept als Tipp mit einbauen. Denn Du hast vollkommen Recht, dass das Anrösten nochmal mehr Geschmack gibt.
      Vielen Dank Dir nochmals und komm gut ins neue Jahr,
      Deine Jungs

  4. Ich mache immer Fleischfond, weil Gemüsereste fallen bei mir nicht so viel an, dafür mehr Knochen. Singlehaushalt. Oder ich kaufe die Knochen ab und an. Ich sammle aber immer Knochen, Fleischreste und auch schon mal Gemüsereste und friere sie ein, bis dann soviel zusammen gekommen ist, um daraus die Brühe/Fond zu kochen. das geht auch mit schon gekochten Knochen, wie bspw. Geflügel etc.

    1. Hallo Sonja,
      Das mit dem einfrieren klingt nach einer guten Idee, wenn man nicht so viel gekocht hat, dass es für einen Fund ausreicht. Danke für den Vorschlag.
      Liebe Grüße
      Deine Jungs

    1. Das lohnt sich auf jeden Fall.
      Gerade nach Silvester haben wir noch 6 Gläser davon
      haltbar gemacht und werden sie demnächst wieder verbrauchen.
      Liebe Grüße
      Deine Jungs

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