Tarta de hoja


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Wir wünschen euch allen einen ruhigen Karfreitag mit euren Familien und Freunden und hoffen, wir können euch trotz der Leckereien, die ihr vermutlich über die kommenden Feiertage bei euch zu Hause auftischen werdet oder aufgetischt bekommt, noch eine schnelle und tolle Möglichkeit für einen Kuchen zum Kaffee vorstellen.

 

Am vergangenen Wochenende waren wir beide von Coppenrath & Wiese nach Hamburg eingeladen. Jetzt denkt ihr euch vermutlich, was wir denn auf einem Event, eines Großbäckers für Tiefkühltorten zu suchen haben ..! Klar. Das haben wir uns auch anfangs gefragt, als die 

Einladung kam. Aber wir hatten schon vermutet, dass es vielleicht noch einmal um das Verändern von C&W Torten geht, so wie wir es ja schon im letzten Jahr mit der Festtagstorte gemacht hatten. Unseren Post dazu findet ihr hier.

 

Tatsächlich war es so, dass uns C&W in die Kochschule „Trendküche & Club“ von Spitzenkoch Guido Weber und seiner Frau einlud, um in dieser tollen Location ein Event zu veranstalten, Durch dieses Event führte Christian Hümbs, Chefpatissier im Vierjahreszeiten in Hamburg und bekannt aus „Das große Backen“, mit dem wir schon einmal vor einem Jahr zusammen backen durften.

 

Christian zeigte uns, wie ein perfekter Mirror Glaze und Torten-Airbrush funktioniert und außerdem kennen wir jetzt das optimale Rezept für eine mega gute Ganache. Die werden wir auf jeden Fall noch in das ein oder andere Rezept mit einfließen lassen! Vielen Dank dafür an Christian.

 

Aber ein weiterer wichtiger Grund des Blogger-Zusammentreffens mit dem tollen Team von Coppenrath & Wiese war, dass wir im Anschluss an Christians Workshops dann in 3er Gruppen zum Thema „Blechkuchen“ unserer Fantasie freien Lauf lassen und einfach drauf los backen durften. Dafür standen uns unzählige Zutaten zur Verfügung und was nicht da war und dennoch zur Kreativität jedes Einzelnen benötigt wurde, wurde noch umgehend in der Nachbarschaft der Kochschule besorgt.

 

Ihr könnt euch das vielleicht nicht vorstellen, aber wir haben das ja schon unzählige Male erlebt, dass Foodblogger in einer großen Küche losgelassen werden, ihnen ein Thema genannt wird und dafür auch noch tolle Lebensmittel bereit stehen, die benutzt werden dürfen. Dabei kommen oft die besten Ideen zustande. Vor allem wenn man bedenkt, dass dann ja meist Menschen miteinander harmonieren müssen, die sich im privaten Leben und vor allem in der Küche fast gar nicht kennen.

 

Wir hatten, wie immer einen großen Spaß dabei und durften mit der tollen Stephanie von Meine Küchenschlacht zusammen arbeiten. Wir kannten uns natürlich schon ganz lange über’s Netz und wir haben gegenseitig unsere Rezeptideen verfolgt, aber persönlich haben wir uns erst in Hamburg kennen gelernt. Ein super Team haben wir miteinander gebildet, denn wir hatten eigentlich so viele Ideen, dass wir hätten bis zum nächsten Morgen backen können. Aber „leider“ hatten wir ja nur 3 Stunden dafür Zeit. Ach ja … einen Namen für unsere Kooperation haben wir natürlich auch schnell gefunden. DIE JUNGS IN DER KÜCHENSCHLACHT

 

Zwei Rezeptideen haben wir dann aber doch umgesetzt, da wir mit den Bestandteilen der ersten schon recht schnell fertig waren. Dann mussten sie kühlen - und diese Zeit haben wir dann genutzt, um ein weiteres zusammen zu entwickeln. Und genau diese zweite kommt heute als erstes auf den Blog … Perfekt noch für Ostern ..!


Dies sind die Zutaten für 1 kleineres Backblech:

(die Backbleche, die wir benutzt haben, waren etwas größer, als die halbe Backblechgröße)

Für den Boden:

280 ml lauwarme Milch

30 g frische Hefe

50 g brauner Zucker

2 Eigelb

500 g Dinkelmehl Type 630

für den Fruchtbelag:

3 Orangen, die Filets davon (Saft, der anfällt, kann für die Nussmischung genutzt werden)

2 TL Zimtblüten, gemörsert

2-3 EL gutes Olivenöl

für die Nussmischung:

100 g Cashewkerne

100 g Walnüsse

60 g Haselnüsse

7 EL Zucker 

7 EL Wasser

4 EL gutes Olivenöl

3 EL Orangensaft

1 EL Kakaopulver

und für die Streusel:

100 g Dinkelmehl Type 630

70 g kalte Butter, in kleinen Stücken

70 g Zucker

1 TL Zimtblüten, gemörsert


  • heizt schon einmal euren Backofen auf 30°C vor
  • gebt das Mehl in eure Rührschüssel
  • löst in der warmen Milch den braunen Zucker und die Hefe auf
  • Quirlt die Eigelbe unter die Milch und gießt sie zum Mehl
  • knetet alles in ca. 3-4 Minuten zu einem glatten und klebrigen Teig
  • stellt die Schüssel in den Backofen, deckt mit einem Küchentuch ab und lasst ihn 20 Minuten gehen
  • in der Zwischenzeit gebt ihr Zucker und Wasser in eine Pfanne, bringt es zum Kochen und lasst die Kerne und Nüsse darin köcheln
  • unter Rühren karamellisieren sie in wenigen Minuten
  • gebt sie dann in einen Mixer, mixt sie ganz fein durch und gebt sie in einen Schüssel
  • verrührt die Nussmischung mit Olivenöl, Orangensaft und Kakaopulver und stellt sie zur Seite
  • sobald der Teig fertig gegangen ist, nehmt ihn aus dem Topf und faltet ihn auf der bemehlten Arbeitsfläche 3-4 mal zusammen
  • legt Backpapier auf euer Backblech, drückt den Teig mit den Fingern und dem Handballen auf die Größe des Backblechs und legt ihn hinein
  • schneidet längs 4x den Teig ein und steckt die Orangenfilets hinein
  • bestreut den Teig mit den gemörserten Zimtblüten
  • verteilt zuerst die Nussmischung auf dem Teig und darüber die Streusel
  • nun lasst ihr den Teig noch einmal für 15 Minuten, mit einem Tuch abgedeckt, bei Raumtemperatur gehen
  • heizt in der Zwischenzeit den Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze auf und backt den Kuchen darin für ca. 35-40 Minuten


Um ganz ehrlich zu sein, wir 3 waren selber ein wenig erstaunt, wie mega fluffig der Hefeteig geworden ist. Wir stehen zwar grundsätzlich nie mit Hefeteigen auf Kriegsfuß, aber so leicht und fluffig, wie dieser hier, ist tatsächlich schon was Besonderes. Ob es an den guten Zutaten lag oder daran, dass wir noch schnell 2 Eigelbe unter den Teig geknetet haben, was wir sonst nicht machen, wir wissen es nicht. Aber macht den Teig einfach nach und schaut, wie toll er ist. Das lohnt sich auf jeden Fall.


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Wir haben unseren Blechkuchen einfach ins spanische übersetzt, da wir fanden, dass die Zutaten Orangen, Zimt, Olivenöl und Nüsse schon sehr an Urlaub in Spanien erinnern.


Was mal wieder absolut bemerkenswert an dieser tollen Bloggerchallenge war, dass jeder von uns seine ganz eigenen Kreationen entwickelt hat und nicht ein Kuchen dem anderen glich. Anscheinend ist der alte Blechkuchen, den die Ommas schon immer gebacken hatten, weil er schnell und günstig umzusetzen war, noch nicht ausgestorben. Im Gegenteil. Es gibt so viele Möglichkeiten!

 

Unser erstes Rezept werden wir euch in den nächsten Wochen natürlich auch noch vorstellen. Denn der ist auch der Oberknaller! Versprochen.

Aber jetzt wünschen wir euch noch einmal eine schöne Osterzeit.

 

Eure Jungs