Schwarzbrot

von | 7. Juli 2019 | Brot & Co, Rezepte

Deutschland und Brot ist schon eine ganz besondere Beziehung, oder?? Für unseren Geschmack haben wir einfach mit das Beste an Brot zu bieten. Klar kann auch Frankreich, Italien & Co. mit tollen Spezialitäten punkten, aber gerade im Bereich Vollkorn wird es da oft dünn. Auf unserer letzten Reise, die uns nach Dänemark geführt hat, waren wir mehr als überrascht, ein unfassbar gutes Schwarzbrot zu bekommen. Das war so lecker, dass Torsten sofort wieder den Beschluss gefasst hat – das wird zu Hause ausprobiert, denn ein Schwarzbrot will er schon seit Ewigkeiten machen!

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Erst mal den „Fingertest“ machen.

Ich bin ja in meiner Jugendzeit nicht so viel rumgekommen, da meine Eltern große Fans der Bodenseeregion sind und es eben immer dorthin in Urlaub ging. Also immer feinstes deutsches Vollkornbrot, Brötchen und so, inklusive. Seit ich Torsten in meinem Leben habe, hat sich das schlagartig geändert und ich habe in den letzten 11 Jahren schon viele Länder bereisen dürfen.



Als wir 2011 das erste Mal gemeinsam in den USA waren, hat Torsten mir beim ersten Shoppen den „Fingertest“ gezeigt. Wann immer man ein lecker aussehendes Brot sieht, dann erst mal schauen ob man den Finger darin versenken kann. Tatsächlich findet man da super dunkle Brote und manche heißen sogar Schwarzbrot, die aber so weich sind, dass man sich für einen klitzekleinen Moment nur auf eine Art fühlen kann – BETROGEN!

Dieses Phänomen findet man tatsächlich in vielen Orten auf der Welt. Umso erfreulicher, wenn man auch auf Reisen ein tolles, knuspriges Vollkornbrot bekommt. Aber ein Brot, das unserem Schwarzbrot ähnelt, ist uns aber bisher selten außerhalb unserer Landesgrenzen untergekommen. Ok .. die Österreicher und Schweizer möchten wir nun nicht ganz ausgrenzen. Die können Brot einfach auch gut.

Aber warum ist das eigentlich so??

Das Abendbrot ist schuld!

Mal ein wenig das Internet durchstöbert und dort findet man zum Thema sehr viel. Wir Deutschen mögen einfach kerniges und dunkles Brot, wie eben das Schwarzbrot, denn Deutschland ist eines der ganz wenigen Länder, in denen Brot als Mahlzeit angesehen wird. In den meisten Ländern ist es eher eine Beilage. Aber bei uns gab es nicht umsonst seit Ewigkeiten das Abendbrot! Das hat sich im Low-Carb-Zeitalter auch ein wenig geändert, sollte aber immer noch in etlichen Haushalten so praktiziert werden.



Das ist der Grund, warum uns Brot so wichtig ist und insbesondere das Vollkornbrot macht eben lange satt und ist nahrhafter. Das trifft ganz besonders auf Schwarzbrot zu, das man selbst bei uns in Köln nur noch in wenigen Traditionsbäckerein findet. Also selbst ist der Mann und schon wird zusammengerührt und ausprobiert. Das erste Ergebnis war schon wirklich toll, wenn auch ein wenig sehr fest. Allerdings haben wir da schon gemerkt, dass das Brot am Besten ein paar Tage zieht, bis zum Verzehr. Aber seien wir mal ehrlich … Schwarzbrot ist ein sehr festes Brot mit knuspriger Kruste von aussen.

Unser zweites Schwarzbrot ist dann mit leicht veränderter Rezeptur und schon 3 Tage vor Verzehr in den Ofen gewandert. Torsten hat es zu einem gemeinsamen Frühstück im Büro mitgenommen und seine Kollegen waren völlig von den Socken. Alle haben es geliebt! Das ist immer das schönste Kompliment und für uns die Sicherheit, dass das Rezept genau so richtig ist. Daher haben einige Kollegen das Rezept schon vorab bekommen, weil sie es unbedingt Nachbacken wollten.

Und damit auch perfekt, um es euch jetzt eben auch vorzustellen. Es ist wirklich schnell gemacht und tatsächlich macht so ein Schwarzbrot mega satt.

Ganz viel Spaß beim Nachbacken.

Eure Jungs


Welches Brot oder Gebäck vermisst ihr auf Reisen am meisten?

Lasst es uns wissen, denn wie immer sind wir neugierig und vielleicht entwicklen wir dann dazu einfach Rezepte zum selber backen.


Schwarzbrot

Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 2 Stunden 30 Minuten
Ruhezeit: 1 Stunde
Gericht: Brot, Rhabarber, Schwarzbrot
Land & Region: Deutschland
Keyword: Schwarzbrot
Portionen: 1 große Kastenform

Zubehör

  • evtl. eine Kornmühle

Zutaten

  • 500 g Roggenkorn, oder Roggenschrot
  • 500 g Dinkelkorn, oder Dinkelschrot
  • 500 g Dinkelvollkornmehl
  • 250 g Sonnenblumenkerne
  • 20 g Salz
  • 1 Liter Buttermilch
  • 1 EL Honig
  • 2 EL Apfelkraut
  • 20 g frische Hefe
  • etwas Wasser, lauwarm

Zubereitung

  • Wenn ihr eine Mühle habt, mit derr ihr Korn mahlen könnt, dann stellt euer Schrot doch selber her. Dabei könnt ihr den Mahlgrat perfekt auf euren Wunsch einstellen. Wir haben ein sehr grobes Schrot mit unserer Edelstahlmühle hergestellt.
  • Gebt nun die Schrotsorten, das Vollkornmehl, die Sonnenblumenkerne und das Salz in eine große Schüssel.
  • Lasst nun die Buttermilch auf dem Herd kurz aufkochen, verrührt darin den Honig und das Apfelkraut und hebt die Flüssigkeit unter die Schrot-/Kornmischung. Löst die Hefe in etwas lauwarmen Wasser auf und verrührt sie ebenso und gleichmäßig darunter.
  • Fettet dann eine große Kastenform und gebt den Teig hinein. Drückt ihn fest in die Form, so dass keine Luftlöcher darin bleiben, deckt die Form mit einem sauberen Küchentuch ab und lasst das Brot für 1 Stunde ruhen.
  • Heizt vor Ende der Ruhezeit euren Backofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vor und backt das Brot dann für 2 1/2 Stunden auf der 2. Schiene von unten.
  • Lasst das Brot nach dem Backen in der Kastenform abkühlen und danach vollständig, ohne Form auf einem Kuchengitter.

Tipp von den Jungs

Das Brot schmeckt uns beiden auch schon sofort nach dem Backen. Was wir allerdings fest gestellt haben ist, dass es am 2. oder sogar am 3. Tag so richtig schön durchgezogen ist und der Geschmack nochmal so intensiv und lecker ist. Ein großes Wachstuch ist perfekt dazu, unser Schwarzbrot lange frisch zu halten. In einer Papiertüte oder ganz ohne ist deshalb nicht optimal, da das Brot dann schnell trocken wird.
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!

Sascha

Kreativer Part, Autor & Schleckermaul

Das Fotografieren war schon immer meine Passion. Das Ganze dann auch noch mit der Leidenschaft für
Essen, Genuss & Reisen zu verbinden, ist ein wahr gewordener Traum. Auch wenn der manchmal etwas chaotisch ist.


2 Kommentare

  1. 5 stars
    Ich habe euer Brot heute nachgebacken und es ist wirklich sehr lecker! Nach so einem Rezept habe ich schon länger gesucht. Um meine selbstgebackenen Brote länger haltbar zu machen und den Backaufwand nicht alle zwei Tage betreiben zu müssen, backe ich seit kurzem in Weckgläsern und verschließe diese direkt nach dem Backen. Auch das hat mit diesem Rezept super geklappt. Der Teig reichte für zwei 850ml Sturzgläser und mit etwas verkürzter Backzeit, ist ein sehr leckeres dunkles Brot entstanden. Vielen Dank für euer Rezept!

  2. Das hört sich ja Klasse an und wir sollten das unbedingt einmal ausprobieren.
    So hält sich das Brot einfach viel länger und man muss nicht zu oft backen.
    Tolle Idee. Vielen Dank.
    Liebe Grüße
    Deine Jungs

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