Bienenstich ist einer dieser Klassiker, die einfach jeder liebt. Wir auch, vor allem wegen der Puddingcreme. Mit Hefeteig sind wir beide aber keine großen Fans, deshalb ist unser Bienenstich ohne Hefe. Statt Blechkuchen gibt es eine Torte, und schnell gehen sollte es auch noch. An diesem Rezept haben wir etwas länger getüftelt, bis es wirklich unser perfekter Bienenstich war.
Für unseren schnellen Bienenstich backt ihr einen lockeren Biskuit aus vier Eiern, Zucker, Mehl und Backpulver, belegt mit Mandelblättchen, 45 Minuten bei 170 °C in einer 20-cm-Springform. Die Füllung ist eine Puddingcreme aus zwei Päckchen Vanillepudding, gekocht mit nur 700 ml Milch, und steif geschlagener Sahne. Der Deckel wird vor dem Aufsetzen in acht Stücke geschnitten und zum Schluss mit Honigbutter bestrichen. Am besten setzt ihr die Torte schon am Vortag zusammen, dann hat die Creme Zeit, fest zu werden.
Inhaltsverzeichnis

Es klappt nicht immer auf Anhieb
Vor allem Torsten wollte schon seit Jahren einen Bienenstich auf den Blog bringen. Klassisch ist er ein Blechkuchen mit Hefeteig. Ich wollte aber eine Torte, und schnell sollte es gehen. Also war klar, dass der Boden ein Rührteig wird. Im ersten Jahr dachten wir schon, wir hätten es. Rezept mitgeschrieben, fotografiert, angeschnitten, probiert. Die Ernüchterung kam beim Geschmackstest. Die Mandeln waren mir zu dunkel, der Boden etwas zu fest, die Creme ebenfalls, und das Verhältnis von Teig zu Creme stimmte nicht. Das Rezept wanderte zu den Akten.
Ein Jahr später hatte Torsten Urlaub und die Motivation gepackt. Er hat Zeitschriften und Bücher studiert, Tipps notiert, und dann haben wir alles neu kombiniert. Für den Boden nehmen wir jetzt unseren schnellen Biskuit, die Creme ist deutlich lockerer, und die Honigbutter kommt erst nach dem Backen auf den Deckel. Beim zweiten Geschmackstest war klar, wir haben es. Wir mussten nach dem Shooting direkt jeder ein Stück verputzen, der Rest ging an die Nachbarn, und die waren genauso begeistert.


Bienenstich ohne Hefe. Der schnelle Biskuit
Für den Boden schlagt ihr die Eier mit Zucker, Vanillezucker und Salz richtig schaumig. Das dauert ein paar Minuten, die Masse sollte hell sein und deutlich an Volumen gewinnen. Dann siebt ihr Mehl und Backpulver darüber und hebt beides vorsichtig, aber gleichmäßig unter. Den Teig füllt ihr in eine 20-cm-Springform mit Backpapier, streicht ihn glatt und streut die Mandelblättchen darauf. Er backt 45 Minuten bei 170 °C auf der zweiten Schiene von unten.
Keine Sorge, wenn der Teig im Ofen ordentlich hochsteigt. Beim ersten Mal hatte ich auch kurz Schnappatmung, dass er über den Rand schwappt. Er ist aber in der Form geblieben. Wichtig sind die richtige Formgröße und ein gestrichener, kein gehäufter Teelöffel Backpulver.


Die Puddingcreme. So wird sie fest
Das Geheimnis der Creme ist die reduzierte Milchmenge. Ihr kocht zwei Päckchen Vanillepudding mit nur 700 ml Milch statt mit der Menge auf der Packung. So wird der Pudding fester. Lasst ihn in einer Glasschüssel im Kühlschrank vollständig abkühlen. Dann schlagt ihr die Sahne mit Vanillezucker und Sahnesteif steif, rührt den kalten Pudding mit dem Schneebesen oder Handrührgerät glatt und hebt die Sahne unter.
Die Haut auf dem Pudding stört in der Creme. Deckt die Oberfläche beim Abkühlen dicht mit Frischhaltefolie ab, dann bildet sich kaum eine. Sascha lässt die Haut übrigens einfach entstehen, zieht sie nach dem Kühlen ab und nimmt den Rest für die Creme. Geht auch.
Wir mögen die Cremeschicht schön dick. Manchen von euch war das zu viel, und eine Leserin hat für die 28er Form nur die Hälfte der Creme genommen. Wenn ihr es weniger cremig mögt, reduziert die Füllung einfach.
Zusammensetzen. Der Trick mit dem Deckel
Schneidet den ausgekühlten Boden waagerecht so durch, dass der Deckel etwa ein Drittel hoch ist. Setzt einen Tortenring eng um den unteren Boden, füllt die Puddingcreme ein und streicht sie glatt. Jetzt kommt der wichtigste Trick. Schneidet den Deckel schon vorher in acht gleich große Tortenstücke und setzt sie einzeln auf die Creme. So drückt ihr beim Anschneiden später die Creme nicht heraus.
Zum Schluss schmelzt ihr Butter mit Honig, lasst beides kurz aufkochen und streicht den Deckel mit einem Pinsel ein. Dann darf die Torte in den Kühlschrank, am besten über Nacht.


Andere Formgrößen. 26 oder 28 cm
Unser Rezept ist für eine 20-cm-Springform gedacht. Viele von euch wollten den Bienenstich für eine größere Runde in einer 26er oder 28er Form backen. Für den Teig klappt das Umrechnen mit dem Dreisatz über die Fläche gut. Haltet euch am besten an die errechnete Eimenge und stimmt alles darauf ab. Saschas Papa, unser Ingenieur und Chef-Umrechner, hat die Mengen für die 28er Form schon für eine Leserin ausgerechnet, und es hat wunderbar funktioniert. Für die Creme in der 28er Form empfehlen wir 1,3 Liter Milch statt der doppelten Menge. Dann wird sie nicht zu mächtig und bleibt standfest.
Was beim Bienenstich schiefgehen kann
Die Creme ist zu weich und läuft. Meistens war der Pudding beim Unterheben noch nicht richtig kalt, die Milchmenge zu hoch oder die Torte hatte zu wenig Zeit im Kühlschrank. Kocht den Pudding mit genau 700 ml Milch, lasst ihn komplett auskühlen und setzt die Torte am besten am Vortag zusammen. Über Nacht im Kühlschrank wird die Creme fest.
Der Teig läuft über den Rand. Die Form war kleiner als 20 cm oder es kam zu viel Backpulver hinein. Messt eure Form nach, nehmt einen gestrichenen Teelöffel Backpulver und Eier der Größe L, nicht größer.
Der Biskuit fällt in der Mitte zusammen. Die Eimasse war nicht lange genug aufgeschlagen, das Mehl wurde zu kräftig untergerührt oder die Ofentür zu früh geöffnet. Schlagt die Eier richtig hell und luftig, hebt das Mehl nur vorsichtig unter und öffnet den Ofen in den ersten 30 Minuten nicht.
Der Biskuit zieht sich vom Rand zurück. Das ist bei Biskuit normal, er schrumpft beim Abkühlen etwas. Genau deshalb setzt ihr beim Füllen einen Tortenring eng um den Boden.
Die Mandeln werden zu dunkel. Der Ofen heizt oben stärker. Legt nach etwa 30 Minuten ein Stück Backpapier locker auf den Kuchen.
Beim Anschneiden quillt die Creme heraus. Der Deckel wurde im Ganzen aufgesetzt. Schneidet ihn vorher in acht Stücke, dann gleitet das Messer sauber durch.
Vorbereiten und aufbewahren
Der Bienenstich ist ein perfekter Vortagskuchen. Backt den Boden und kocht den Pudding, setzt die Torte zusammen und stellt sie über Nacht kalt. Wegen der Sahnecreme gehört er in den Kühlschrank und hält sich dort etwa zwei Tage. Er passt übrigens nicht nur zum Sonntagskaffee, sondern auch zu Muttertag, zur Taufe oder sogar als Hochzeitstorte. Eine Leserin hat ihn dafür mit drei Böden als Naked Cake gebacken.
Noch mehr Torten-Klassiker
Wer Bienenstich liebt, mag bestimmt auch diese Klassiker. Noch mehr findet ihr in unserem Kuchen-Guide.
Mamas Donauwelle mit Puddingcreme

Frankfurter Kranz

Bienenstich Cupcakes
Hier zum Rezept
Joghurtkuchen


Zutaten
- 4 Eier, Größe L
- 130 g Zucker
- 1 Packung Vanillezucker
- 1 Prise Salz
- 130 g Weizenmehl, Type 405
- 1 TL Backpulver
- 75 g Mandelblättchen
- 2 Packungen Vanillepudding
- 8 EL Zucker
- 700 ml Milch
- 250 g süße Sahne
- 1 Packung Vanillezucker
- 1 Packung Sahnesteif
- 40 g Butter
- 4 EL Honig
Zubereitung
- Da wir einen "schnellen" Biskuit machen, schlagt die Eier mit dem Zucker, dem Vanillezucker und dem Salz richtig schaumig. Mischt in einer Schüssel das Mehl mit dem Backpulver. Rieselt die Mehlmischung über die Eimasse und hebt sie vorsichtig, aber gleichmäßig unter.
- Heizt euren Backofen auf 170 °C Ober-/Unterhitze vor und belegt den Boden eurer Springform mit Backpapier. Fettet den Rand und bemehlt ihn leicht. Füllt den Teig hinein und streicht ihn glatt. Belegt ihn nun gleichmäßig mit den Mandelblättchen und backt ihn für 45 Minuten auf der 2. Schiene von unten. Lasst ihn danach komplett auf einem Kuchengitter auskühlen.
- Kocht den Pudding mit der in unserer Zutatenliste reduzierten Milchmenge, füllt ihn zum Abkühlen in eine Glasschüssel (am besten im Kühlschrank).
- Die Sahne mit dem Vanillezucker und dem Sahnesteif steif schlagen. Den kühlen Pudding (ohne Haut) mit einem Schneebesen oder Handrührgerät ebenfalls aufschlagen und die Sahne unterheben. Bis zum Weiterverarbeiten kühl stellen.
- Teilt den ausgekühlten Boden so, dass der Deckel ca. 1/3 hoch ist und legt ihn zur Seite. Setzt einen Tortenring eng um den unteren Boden und füllt die Puddingcreme darauf und streicht sie glatt. Schneidet den Deckel in 8 gleich große Tortenstücke und setzt sie auf die Creme.
- Schmelzt nun in einem kleinen Topf die Butter und verrührt sie mit dem Honig. Lasst es kurz aufkochen und rührt dabei. Nehmt den Topf vom Herd und streicht mit einem Pinsel den Tortendeckel gleichmäßig damit ein und stellt die Torte kalt, bis ihr sie genießen wollt.
Tipps
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Häufige Fragen zum Bienenstich
Warum wird meine Puddingcreme nicht fest?
Meist war der Pudding noch warm oder die Milchmenge zu hoch. Kocht ihn mit genau 700 ml Milch, lasst ihn ganz auskühlen und gebt der Torte eine Nacht im Kühlschrank.
Kann ich den Bienenstich in einer 26er oder 28er Form backen?
Ja. Rechnet den Teig über die Fläche um und orientiert euch an der Eimenge. Für die Creme in der 28er Form reichen 1,3 Liter Milch.
Kann ich den Bienenstich am Vortag machen?
Ja, das ist sogar ideal. Über Nacht im Kühlschrank wird die Creme richtig fest.
Warum ist der Bienenstich ohne Hefe?
Wir mögen ihn als Torte und schnell. Der Biskuitboden ist in wenigen Minuten angerührt und braucht keine Gehzeit.
Wie lange hält sich Bienenstich?
Gekühlt etwa zwei Tage. Wegen der Sahnecreme gehört er immer in den Kühlschrank.
Jetzt seid ihr dran!
Mögt ihr die Creme so dick wie wir, oder lieber etwas weniger? Schreibt es uns in die Kommentare, lasst uns gern eine Bewertung da und markiert uns auf Instagram mit @diejungskochenundbacken, wenn ihr euren Bienenstich backt.
Eure Jungs
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Autor

Sascha
Fotograf, Zocker & Süßigkeiten-FanSascha sorgt für Bilder, Videos und eine gute Portion Kreativität auf dem Blog. Wenn er nicht fotografiert, findet man ihn beim Zocken oder beim Sport, um sich seine Liebe zu Süßem zu verdienen.







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