Russischer Zupfkuchen vom Blech

Super einfach! Super lecker!

von | 23. Januar 2020 | Backen, Kuchen & Torten, Rezepte

Wo kommen eigentlich die Bezeichnungen einiger Gebäcke her? Der russische Zupfkuchen steht auch schon ewig auf unserer Rezeptliste. Endlich haben wir, nach ein paar Fehlversuchen, ein passendes Rezept für diesen russischen Kuchenklassiker… aber Moment! Ist er das überhaupt? Dem wollen wir auf den Grund gehen. Und nachdem wir das Rätsel gelöst haben, gibt es dann unser Rezept für einen saftigen Russischen Zupfkuchen vom Blech für euch.

Das ist doch eine Backmischung?

Wenn ich an meine Kindertage denke, dann gibt es den russischen Zupfkuchen schon immer. Meine Omas haben ihn gemacht, meine Mutter hat ihn gemacht. Und auch auf den Kindergeburtstagen meiner Schulfreunde stand er regelmäßig auf dem Kuchenbuffet. Ich selbst hab mit großer Vorliebe die Streusel gezupft! Ihr auch?



Aber genauso erinnere ich mich daran, dass irgendwie alle ihn mit einer Backmischung gemacht haben. Das war in den 90ern auch überhaupt nicht ungewöhnlich. Aber viele andere Klassiker wurden bei uns nach alten Rezepten gebacken, wie zum Beispiel Mamas Donauwelle. Nicht so der Russische Zupfkuchen! Warum hatte scheinbar niemand ein Rezept dafür? Warum schmeckte er immer und überall identisch? Warum heißt der überhaupt so? Nach minimaler Internetrecherche weiß man dann auch Bescheid … diese Arbeit nehme ich euch jetzt mal ab. Sehr gerne!

Die Antwort ist …

Der Russische Zupfkuchen war von Anfang an eine Backmischung! Er wurde im Jahr 1993 vom backenden Doktor eingeführt.



Russischer Zupfkuchen = Erfolgreiches Marketing

BÄÄÄM! Na, wer von euch wußte das bereits? Ich muss gestehen, die Frage hab ich mir schon oft gestellt, aber nie beantwortet. Das Rezept hierzu stammt von einem Backwettbewerb des Konzerns. Der Grund für das „Zupf“ im Namen ist klar, das hat wohl mit der Herstellung der braunen Flecken auf der Quarkmasse zu tun. Aber russisch?!?

Scheinbar dachte man Anfang der 90er, vor dem allwissenden Internet, dass so etwas internationales Flair gut ankommt. „Ein Kuchen aus Russland? Oh das müssen wir mal ausprobieren!“ Der Grund für die russische Bezeichnung lag aber in der Tat an den ungebackenen Streuseln. Die sehen nämlich, laut den Marketingmenschen des Unternehmens mit Doktortitel, wie die typisch russischen Zwiebeltürme aus.



Na ja! Da muss man aber ganz viel Fantasie lostreten, um aus wild gezupften Teigstücken Zwiebeltürme zu sehen. Aber die Werbung hat es in die Köpfe der Menschen gehämmert und was soll man sagen. Alles richtig gemacht! Die Backmischung für russischen Zupfkuchen ist eingeschlagen, wie eine Bombe und die wenigsten wissen vermutlich, woher dieses Gebäck wohl urplötzlich gekommen ist.

Wenn das mal keine lustige Entstehungsgeschichte für einen Klassiker ist, der dann tatsächlich noch ein ganz junges Kücken im Vergleich zu Urgesteinen wie der Schwarzwälder Kirschtorte oder dem Frankfurter Kranz!

Wir haben nun auf jeden Fall ein Rezept für euch und das Internet ist auch wahrlich voll damit, denn Backmischungen sind heute nicht mehr so „En Vogue“, wie in den 90ern. Aber wisst ihr was? Wir machen jetzt eben noch eins. Unser Zupfkuchen kommt nämlich auf ein Blech, denn dann eignet er sich auch Bestens als Mitbringsel in großer Menge. Wir hoffen, euch gefällt unser Rezept und ihr könnt bei Freunden und Familie mit ein wenig „unnützem Wissen“ prahlen.

Eure Jungs


Russischer Zupfkuchen vom Blech

Rezept für einen einfachen russischen Zupfkuchen vom Blech. Perfekt für große Runden, Parties und auch sonst ist er eine perfekte Wahl!
Vorbereitungszeit: 30 Minuten
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Arbeitszeit: 1 Stunde 15 Minuten
Gericht: Blechkuchen
Land & Region: Deutschland
Keyword: Klassiker, Quark, vom Blech
Portionen: 1 Backblech

Zutaten

Teig & Streusel

  • 400 g Butter, weich
  • 350 g Zucker
  • 2 Ei, L
  • 600 g Mehl
  • 100 g Kakaopulver
  • 2 Pckg. Backpulver, 30 g

Creme

  • 250 g Butter, geschmolzen
  • 200 g Zucker
  • 4 Ei, L
  • 2 Pckg. Vanillepuddingpulver
  • 2 Pckg. Vanillezucker
  • 1,25 kg Quark, 40% Fett
  • 3 EL Zitronensaft

Zubereitung

Teig

  • Ihr startet damit, die Butter und den Zucker schaumig aufzuschlagen. Dann gebt ihr das erste Ei dazu, rührt ca. 30 Sekunden und dann kommt das zweite Ei hinzu.
  • Das Mehl, den Kakao und das Backpulver kommt in eine weitere Schüssel, Verrührt es mit einem Schneebesen. Dann fügt ihr das Ganze zur Buttermasse und rührt die trockenen Zutaten unter.
  • Teilt den Teig in ⅔ und ⅓. Nehmt euch ein Backblech und legt es mit Backpapier aus. Darauf verteilt ihr die ⅔ des Teiges gleichmäßig. Stellt den restlichen Teig zur Seite und es geht erst einmal mit der Creme weiter.

Creme

  • Ihr startet damit, die Butter zu schmelzen und lasst sie ein wenig abkühlen. Währenddessen schlagt die Eier mit dem Zucker schaumig auf. Sobald ihr eine helle, schaumige Masse habt, lasst die geschmolzene Butter in einem Strahl unter Rühren zur Butter laufen.
  • Jetzt kommt das Puddingpulver, der Vanillezucker, der Quark und der Zitronensaft. Verrührt alles vorsichtig zu einer homogenen Creme.

Finale Schritte

  • Heizt den Backofen auf 160 °C Umluft vor.
  • Verteilt nun die Creme gleischmäßig auf dem Teig. Aus dem restlichen Teig zupft ihr kleine Stücke, drückt sie ein wenig platt und verteilt sie wie Kuhflecken auf dem kompletten Kuchen.
  • Jetzt wandert der russische Zupfkuchen für ungefähr 45 Minuten in den Ofen. Lasst den Blechkuchen dann komplett auskühlen und schneidet ihn in kleine Schnitten. Guten Appetit!
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!

Sascha

Kreativer Part, Autor & Schleckermaul

Das Fotografieren war schon immer meine Passion. Das Ganze dann auch noch mit der Leidenschaft für
Essen, Genuss & Reisen zu verbinden, ist ein wahr gewordener Traum. Auch wenn der manchmal etwas chaotisch ist.


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