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Krüstchen – oder mein Schnitzeltoast aus den 90ern!

#fixaufdemtisch – Das ist das Motto einer lieben kleinen Bloggerrunde, die sich immer wieder eine Zutat oder ein Thema überlegt, zu dem jeder einzelne sich eine schöne Rezeptidee ausdenken darf. Alles ist erlaubt und mit unserer Linsensuppe haben wir vor ein paar Wochen auch anscheinend euren Geschmack getroffen. Das aktuelle Motto ist Toast. Das versetzt uns direkt in Kindertage zurück und für mich geht da einfach nur ein Gericht. Mein Lieblingsfood aus den 90ern. Das Krüstchen.

Krüstchen? Was ist das?

Das Krüstchen wird hauptsächlich im Rheinland, Bergischen Land und Siegerland zubereitet. Es besteht in der Regel aus einer Scheibe Brot und einem Schnitzel. Es gibt so viele verschiedene Zubereitungen, das wir gar nicht alle aufzählen können. Manche legen auf ihr Schnitzel einfach ein Spiegelei. Andere machen es wie wir und rühren sich eine schnelle Pilzsauce an, die über dem Schnitzel verteilt wird. In Köln serviert man sogar einen Gulasch mit einem Röggelchen. Aber mal ganz ehrlich – für mich ist das dann einfach ein Gulasch mit einem Roggenbrötchen.

Mein Lieblingsgericht der 90er.

Ich weiss gar nicht, wie oft ich ein Krüstchen in meinem Leben gegessen habe. Aber ich schätze, dass ich sie alle ausschließlich in einem kleinen Bistro in der Nähe meiner Arbeit serviert bekam. Ok .. außer die Krüstchen, die ich selber in der Küche zubereitet habe. Und das waren auch nicht ganz wenige. In den 90ern bin ich mit meinen Arbeitskollegen fast jeden Mittwoch – denn wir feierten dann in der Mittagspause immer das “Bergfest” – immer in dieses kleine Bistro gefahren, um zu Mittag zu essen.

Dort gab es neben vielen Snacks, wie Pommes, Pizzabrötchen und Crêpes, eben auch dieses Krüstchen. Ich glaube tatsächlich: “Ich hab dort noch nie was anderes gegessen!?”. Ach nein … es hab auch mal Crêpes mit Hack, Pilzen und Schafskäse – aber sehr sehr selten. Den haben Sascha und ich schon so oft zusammen gemacht, dass wir ihn auch in unserem aktuellen Buch – Kiss & Cook – zeigen mussten. Das Krüstchen hätte eigentlich auch rein gemusst. Aber ein Buch hat ja nunmal nur eine bestimmte Anzahl an Seiten Platz oder wir heben es einfach für ein nächstes auf …

Ich hoffe, ihr habt durch die Fotos schon genügend Lust bekommen, euch selber auch unser Krüstchen zuzubereiten. Aber falls nicht, ist vielleicht der Zeitfaktor ein weiteres Kriterium. Ihr braucht alles in allem nicht mehr, als 20-25 Minuten, um solch ein leckeres Schnitzel mit Sauce auf einem Toast fix auf dem Tisch zu haben. Mal ganz ehrlich …fix und lecker geht doch immer, oder?! Daher haben wir unsere Zubereitungsschritte im Rezept auch so beschrieben, dass ihr am wenigsten Zeit benötigt. 

Jetzt würden wir uns freuen, wenn ihr alle sofort los legt und unser Krüstchen in der Küche vorbereitet und euch gemütlich an den Tisch setzt, um das schnelle Gericht zu genießen. Und dann schaut doch bitte unbedingt bei unseren lieben Bloggerkollegen vorbei, die auch tolle Toast-Ideen zeigen, die fix auf dem Tisch sind. Die Verlinkung zu den einzelnen Seiten findet ihr am Ende unseres Beitrags.

Und jetzt viel Spaß beim Zubereiten und einen guten Appetit.

Eure Jungs

Kruestchen Fix auf dem Tisch 10 | #fixaufdemtisch - Das ist das Motto einer lieben kleinen Bloggerrunde, die sich immer wieder eine Zutat oder ein Thema überlegt, zu dem jeder einzelne sich eine schöne Rezeptidee ausdenken darf. Alles ist erlaubt und mit unserer Linsensuppe haben wir vor ein paar Wochen auch anscheinend euren Geschmack getroffen. Das aktuelle Motto ist Toast. Das versetzt uns direkt in Kindertage zurück und für mich geht da einfach nur ein Gericht. Mein Lieblingsfood aus den 90ern. Das Krüstchen.

Krüstchen - oder Schnitzel Toast

4 from 2 votes
Vorbereitungszeit 10 Minuten
Zubereitungszeit 15 Minuten
Gericht Bistrosnack, Hauptspeise, Snack
Portionen 4 Portionen

{Bei Links in der Rezeptbox, handelt es sich um Affiliate-Links}

Zutaten
  

  • 500 g Champignons
  • 200 g Buchenpilze
  • 1 EL Butterschmalz
  • 4 Schnitzel flach geklopft
  • 50 g Speckwürfelchen
  • 2 Zwiebeln
  • 1 Knoblauchzehe
  • 4 Scheiben Toastbrot
  • 100 ml Gemüsebrühe
  • 500 ml Sahne
  • Salz & Pfeffer
  • 4 Zweige Petersilie

Anleitungen
 

  • Heizt euren Backofen auf 80 °C vor und stellt euch eine kleine Auflaufform bereit.
  • Säubert die Pilze und schneidet sie in Scheiben. Heizt eure Pfanne auf und bratet darin die Pilze (ohne Fett) an, bis sie unter Rühren bräunlich und saftig geworden sind. Gebt sie auf einen Teller und stellt sie zur Seite.
  • Erhitzt in derselben Pfanne das Butterschmalz. Salzt und pfeffert eure geklopften Schnitzel und bratet sie darin von jeder Seite für 2 Minuten an. Legt sie in die Auflaufform und haltet sie im Backofen warm.
  • Gebt die Speckwürfelchen in die noch heiße Pfanne und lasst sie darin anbraten. Halbiert währenddessen die Zwiebeln, schneidet sie in Scheiben und gebt sie in die Pfanne. Reibt die Knoblauchzehe dazu und bratet alles gemeinsam unter Rühren leicht braun an.
  • Toastet gleichzeitig eure Toastscheiben und legt sie schon auf eure Teller, sobald sie goldbraun getoastet sind.
  • Löscht dann mit Gemüsebrühe und Sahne ab und lasst die Sauce unter gelegentlichem Rühren bei geringerer Temperatur für ca. 4 Minuten leicht köcheln. Schmeckt mit Salz & Pfeffer ab.
  • Setzt nun je 1 Schnitzel auf 1 Scheibe Toast, gebt eine gute Menge an Pilzsauce darüber und verziert mit etwas gehackter Petersilie. Und fertig ist euer Krüstchen. Lasst es euch schmecken!

Notizen

Wir können euch nur empfehlen, euer Krüstchen auch mit einem schön weich gebratenen Spiegelei zu servieren. Das ist dann ein Krüstchen "deluxe".
Stichwort Krüstchen, Pilzsauce, Schnitzel, Toast-Snack, Toastbrot
Hast du das Rezept ausprobiert?Mention @diejungskochenundbacken or tag #rezeptvondenjungs!
Position

Torsten

Ich liebe Ordnung und arbeite im Job  und in der Küche gern strukturiert (Sascha sagt, ich bin sein Ruhepol). Bei mir müssen Hemden und Shirts einfarbig sein – so fühle ich mich am wohlsten. Zu einem richtig guten Whisky würde ich niemals Nein sagen.

Ich bin ein totaler Familienmensch und fahre jeden Tag zu meiner lieben Oma Lore. Wir albern rum, lachen und sind einfach zusammen.Manchmal bringe ich ihr ein saftiges Stück Nusskuchen aus unserer Küche mit. Den mag‘ sie am liebsten.

Torsten

ad516503a11cd5ca435acc9bb6523536?s=150&d=mm&r=gforcedefault=1 | #fixaufdemtisch - Das ist das Motto einer lieben kleinen Bloggerrunde, die sich immer wieder eine Zutat oder ein Thema überlegt, zu dem jeder einzelne sich eine schöne Rezeptidee ausdenken darf. Alles ist erlaubt und mit unserer Linsensuppe haben wir vor ein paar Wochen auch anscheinend euren Geschmack getroffen. Das aktuelle Motto ist Toast. Das versetzt uns direkt in Kindertage zurück und für mich geht da einfach nur ein Gericht. Mein Lieblingsfood aus den 90ern. Das Krüstchen.

Ich liebe Ordnung und arbeite im Job und in der Küche gern strukturiert (Sascha sagt, ich bin sein Ruhepol). Bei mir müssen Hemden und Shirts einfarbig sein – so fühle ich mich am wohlsten. Zu einem richtig guten Whisky würde ich niemals Nein sagen. Ich bin ein totaler Familienmensch und fahre jeden Tag zu meiner lieben Oma Lore. Wir albern rum, lachen und sind einfach zusammen.Manchmal bringe ich ihr ein saftiges Stück Nusskuchen aus unserer Küche mit. Den mag‘ sie am liebsten.

11 Antworten

    1. Klasse Uli,
      toll, dass ihr unser Krüstchen schon ausprobiert habt und dass es lecker war.
      Super, dass ihr auch so begeistert seid, denn wir lieben unser Krüstchen :-).
      Liebe Grüße,
      Deine Jungs

  1. Ui, ein halber Liter Sahne soll in die Soße? Ich glaube das Rezept muss ich abwandeln. Kann ja auch gut mit Milch, Wasser Speisestärke verdünnt werden und dann nur ein Schuss Sahne. Buchenpilze kriege ich auch nicht her, aber das Rezept ruft nach “Ausprobieren”
    Viele Grüße Evi

    1. Hallo Evelyn,
      Du kannst das Rezept natürlich so abwandeln, wie es für Dich am besten ist ?.
      Unser Rezept ist so gekocht, wie es in meiner Kindheit gekocht wurde und da würde
      nunmal viel mit Sahne zubereitet. Und für einen Soulfood-Tag ist das auch nicht so schlimm.
      Sag uns aber auf jeden Fall Bescheid, wie es Dir geschmeckt hat.
      Darüber würden wir uns sehr freuen ?.
      Ganz liebe Grüße
      Deine Jungs

  2. 3 Sterne
    Guten Tag miteinander,
    Ich bin in Siegen geboren und im Flecken ( Freudenberg ) aufgewachsen. Ich habe schon vor mehr als 60 Jahren, das wundervolle echte KRÜSTCHEN gegessen und seitdem immer wieder auch zubereitet. Schade, dass der Name Krüstchen, immer wieder für die schrägsten Rezepte benutzt wird. Das echte alte Krüstchen, wird aus einem Schweinenackenkotlett, welches leicht durch 1 Ei gezogen ( umgekehrt als beim panieren) ,dann rundherum gut mit Mehl, mit den Händen abgeklopft und darauffolgend, mit nur gaaanz wenigen Semmelbröseln bestäubt und in 1 Tropfen Öl sowie Butter langsam herausgebraten. Zwischenzeitlich eine frische Scheibe Siegerländer echtes Schwarzbrot, mit frischer Fassbutter kräftig bestreichen, das Kotlett darauf legen und 1 weiches Spiegelei mittig obenauf plazieren. Gut würzen nicht vergessen. Es wird immer auf einem speziell großen Krüstchenteller mittig angerichtet, denn rundherum werden, deftiger Kartoffelsalat, Gurkensalat, gehobelte Karotten, Selleriesalat, Pickels, rote Betesalat und Kopfsalat gelegt. Siegerländer “Jungs” haben immer hart und fleißig gearbeitet, darum deftiges und gesundes Essen. Ein gutes Pils und 1 Kurzen dazu, danach. Niemals Schnitzel und Toast benutzen, die “Jungs” hätten es der Wirtin bzw. dem Wirt hinterher geworfen – in die Küche. ; – )) Guten Appetit !

    1. Hallo liebe Sieglinde,

      vielen Dank für Deinen Kommentar zu unseren Krüstchen.

      Zunächst waren wir ein wenig irritiert über Deine vehemente Aussage, dass quasi nur Du die einzig wahren Krüstchen zubereitest.
      Denn bei uns zu Hause sind Krüstchen eben genau das, was wir in unserem Rezept schreiben und wie wir sie schon immer machen.
      Leider habe ich (Torsten) da erst über 50 Jahre Erfahrung mit und stehe Dir da definitiv nach.
      Dennoch. Wir haben uns natürlich mit Deiner Meinung auseinandergesetzt und haben dies gefunden:

      —– Wikipedia-Auszug —
      Ein Krüstchen (umgangssprachlich für Brotkante) ist im Rheinland, Sauerland sowie im Bergischen Land und im Siegerland der regionale Ausdruck für ein Gericht, das in der Regel aus einem mit einem Spiegelei überbackenen Schnitzel auf einer Scheibe Roggenbrot oder Toastbrot besteht, meist zusammen mit Kartoffelsalat, Pommes frites oder Röstkartoffeln.

      Im Raum Köln wird eine kleine – meist aufgewärmte – Portion Gulasch mit Röggelchen als Krüstchen warm oder Krüstchengulasch bezeichnet. „Kurstgin“[1] ist bereits im 16. Jahrhundert in Köln als abendliche Fastenspeise belegt.[2] Nach dem Grundsatz „Liquida non frangunt ieiunium – Flüssiges bricht das Fasten nicht“ erfüllte ein Stück Brot mit einer trinkbaren Suppe das Fastengebot in der Fastenzeit (vgl. ähnlich Maultasche, auch Pharisäer).
      ———

      Schräg, wie Du das beschreibst, empfinden wir das nach dieser Interpretation tatsächlich nicht, was wir da machen. Im Gegenteil. Denn sowohl das Toastbrot, als auch ein Roggenbrot sind je nach Region “normal”. Aber tatsächlich fänden wir es seltsam, ein Krüstchen mit Gulasch zu servieren. Aber wenn das schon im 16. Jahrhundert in Köln so gemacht wurde, ist das wohl auch nicht ganz unüblich ?.

      So oder so. Wir hoffen, Du kannst unser Original Oberbergisches Krüstchen neben Deinem Siegerlänger Original dennoch existieren lassen, denn wir sind sicher, dass beide sehr gut schmecken und jeder mit beiden Versionen happy werden kann.

      Ganz liebe Grüße
      Deine Jungs

  3. Hallo nochmal, also Euer Schnitzeltoast schmeckt bestimmt lecker, nur bitte keinesfalls Krüstchen nennen. Mein voangegangener Beitrag sollte eine konstruktive, nicht destruktive Kritik sein und Euch die Idee vermitteln, eines echten alten Siegerländer Sonntag Essens.Immer vor dem Krüstchen gab es in jedem Restaurant oder zu Hause, eine echte Bouillon mit selbstgemachten Nudeln. Zum Nachtisch 1 Stck. Kuchen mit Siegerländer eingelegten Pflaumen,, Rhabarber, Stachelbeeren oder je nach Jahreszeit, frischen Kirschen, Äpfeln oder dgl. Natürlich mit frischer Schlagsahne als Krönung.
    Habt Ihr mal den echten Siegerländer Jägertopf mit Wildschwein oder Reh probiert zu kochen ? Tagelang im Steintopf eingelegt. Herrlich. Werde Eure Seite weiter verfolgen….. Tschüß aus dem hohen Norden,
    Siggi

    1. Liebe Sieglinde,

      Du hast vollkommen Recht. Ganz konstruktiv klingt Deine Kritik nicht, daher haben wir unter dem ursprünglichen Kommentar auch reagiert.
      Leider erst heute, aber wir mussten den Kommentar erst kurz sacken lassen ?.

      Liebe Grüße
      Deine Jungs

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