Sachertorte mit Mirror Glaze

Der Klassiker aus Österreich

von | 10. Oktober 2019 | Kuchen & Torten

Wir waren ja mal wieder in Österreich und nachdem wir nun schon einigen Jahre regelmäßig dort sind, ist es ein wenig wie eine zweite Heimat! Verreisen mit einer immensen Vorfreude im Bauch ist das allerschönste. Man weiß was einen erwartet, man trifft liebe Menschen wieder und das Essen in Österreich ist über alle Zweifel erhaben. Hier wird Kulinarik zelebriert und wir lieben es!! Vielleicht sind wir doch recht einfach zu beeindrucken … aber wer sagt schon bei Apfelstrudel, Kaspressknödel und Palatschinken „Nein“?! Also war es mal wieder an der Zeit einen österreischichen Klassiker zu zu bereiten – die Sachertorte!

Sachertorte mit Glanzeffekt!

Wir haben überhaupt keine Ahnung, warum ihr die Sachertorte es so angetan hat, aber da wir die Wiener Leckerei noch nie gebacken haben, war das für uns eine willkommene Idee. Allerdings hatten wir auch schon immer vor, eine Torte mit einer Mirrorglaze zu überziehen. Aber weil wir befürchtet hatten, dass das bestimmt eine sehr aufwendige und schwierige Aufgabe ist, haben wir das bisher hinten angestellt.

Eine Sachertorte sollte doch schön glänzen, oder nicht?! Wir finden, dass das so einem Kuchen den perfekten Kick gibt. Deshalb haben wir uns belesen und um ehrlich zu sein, war die erste Glasur auch gar nicht so gut. Wir waren also froh, dass wir gleich zwei Torten gebacken hatten, um es ausprobieren zu können. Wir wollten euch ja schließlich auch ein gelingsicheres Rezept vorstellen.



Die meisten Vorschläge, die wir fanden, hatten eine viel zu große Menge an Gelatine im Rezept. Das empfanden wir von vorne herein schon nicht als so nötig. Für die erste Sachertorte hatten wir die Gelatineblätter schon reduziert. Aber beim Probieren fanden wir die Konsistenz auch noch nicht optimal. Aus diesem Grund haben wir dann den zweiten Mirrorglaze auch nochmal ordentlich angepasst und sind jetzt mit unserem Ergebnis super zufrieden.

Der fast schon schwarze, glänzende Überzug wirkt so dramatisch, dass diese Sachertorte definitiv ein Hingucker ist. Außerdem schmeckt sie auch noch so unglaublich gut, perfekt für jeden Schokoholiker! Auch unsere Freunde aus Österreich waren ganz begeistert vom Look unserer Sachertorte und das ist ja immer das schönste Kompliment.

Ein wenig Erinnerung.

Meine letzte originale Sachertorte aus Wien habe ich vor so vielen Jahren dort gegessen. Damals bin ich mit meinen Eltern immer wieder in Österreich im Urlaub gewesen und hab diese Torte so gerne gegessen. Leider seit dem nicht mehr! Wenn ich an Wien denke, dann hab ich sofort eine Pferdekutsche vor Augen. Als Kind war das natürlich das Allergrößte und einmal kam ich auch in den Genuss, mit Onkel Otto und Tante Rosi, mit einem Fiaker durch die Straßen Wiens zu fahren. Danach ging es dann auch noch in den Prater!

Gemeinsam mit Sascha steht ein Besuch in Wien schon Ewig auf dem Plan. Wir hoffen, dass 2020 Wien endlich mal drin ist! Nachdem wir Österreich soooo in unser Herz geschlossen haben, sollte ein Besuch dort nicht fehlen, oder?

Habt ihr Tipps für uns in Wien? Wann ist die schönste Zeit für einen Besuch?



Aber zurück zu unserer Sachertorte! Damit ihr sie vielleicht für euren nächsten Kaffeklatsch oder zum Kaffee an einem der Festtage zubereiten könnt, kommt jetzt auch unser Rezept für die Sachertorte.

Eure Jungs


Sachertorte

Rezept für eine klassische Sacher Torte. Die wundervolle Glanz-Schokolglasur macht sie zu dem Hingucker auf deiner Kuchentafel!
Vorbereitungszeit: 25 Minuten
Zubereitungszeit: 1 Stunde
Arbeitszeit: 1 Stunde 25 Minuten
Gericht: Kuchen
Land & Region: Österreich
Keyword: Marillen, Sacher
Portionen: 1 Springform (26 cm)

Zutaten

Für den Teig:

  • 150 g Schokolade, geschmolzen
  • 150 g Butter
  • 150 g Puderzucker
  • 5 Eier, getrennt
  • 150 g Weizenmehl, Type 405
  • 1 Päckchen Backpulver

Für die Füllung:

  • 450 g Marillenmarmelade, Aprikose
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Prise Salz

Für die Glanz-Schoko-Glasur:

  • 400 ml Wasser
  • 100 ml Sahne
  • 700 g Zucker
  • 500 g Kakao
  • 12 Blatt Gelatine

Zubereitung

Für den Teig:

  • Während ihr die Schokolade schmelzt, rührt ihr die Butter mit dem Puderzucker schaumig und gebt unter weiterem Rühren die Schokolade langsam hinzu. Schlagt alles gemeinsam gründlich auf.
  • Ebenfalls unter Rühren gebt ihr nach und nach die Eigelbe hinzu. Schlagt in einer anderen Schüssel das Eiweiss steif und vermischt in einer weiteren das Mehl mit dem Backpulver.
  • Heizt euren Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor, fettet eine 26er Springform gründlich und bemehlt sie. Rührt nun die Mehlmischung zu der Schokobutter und hebt mit einem Kochlöffel den Eischnee vorsichtig unter.
  • Gebt den Teig in die Springform, streicht ihn glatt und backt den Boden für ca. 45 Minuten. Prüft mit einem Holzstäbchen, ob der Kuchen gar ist und lasst ihn auf einem Kuchengitter auskühlen.

Für die Füllung:

  • Gebt alle Zutaten in einen kleinen Topf und erhitzt unter Rühren die Masse. Lasst, nachdem die Konfitüre aufgekocht ist, diese noch für 5 Minuten ganz leicht köcheln und stellt sie zur Seite.
  • Schneidet den Schokoladenboden einmal in der Mitte durch und streicht ihn gründlich mit der noch warmen Konfitüre ein. Legt den Deckel darauf und streicht den Kuchen mit dem restlichen Marillenaufstrich ein. Stellt die Torte zur Seite.

Für die Glanz-Schoko-Glasur:

  • Erhitzt in einem Topf das Wasser mit der Sahne und dem Zucker und bringt es unter Rühren zum Kochen. Mit einem Schneebesen rührt ihr nun den Kakao gründlich unter, so dass keine Bröckchen zurück bleiben.
  • Weicht in einer Schüssel die Gelatine in Wasser ein und reduziert die Temperatur der Schokoglasur. Lasst sie ca. 10 Minuten leicht köcheln. Rührt während dieser Zeit immer weiter.
  • Drückt nun die Gelatineblätter aus und rührt sie mit dem Schneebesen unter die Glasur. Streicht sie nun durch ein Sieb und lasst sie ca. 10 Minuten stehen.

Für das Finish:

  • Stellt den Kuchen auf ein Kuchengitter und legt darunter ein Stück Backpapier. Übergießt die Torte mit dem Mirrorglaze, so dass die Glasur die Torte komplett einhüllt. Wenn sie nicht überall hingekommen ist, helft ganz schnell mit einer kleinen Palette nach. Ihr müsst aber ganz schnell arbeiten, damit die Glasur auch glänzend bleibt.
  • Lasst die Glasur ca. 30 Minuten fest werden, bevor ihr die Torte (ohne Haube) im Kühlschrank kalt stellen könnt.

Tipp von den Jungs

Am Besten verwendet ihr zum Unterrühren des Eischnees einen Holzlöffel mit Loch. Damit lässt sich alles gründlich aber vorsichtig verrühren, ohne dass der Teig matschig und der Boden später ganz fest wird.
Auch bei Biskuit funktioniert das am Optimalsten, so dass der Biskuit ganz locker bleibt.
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!


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