Roadkill Chicken mit Chimichurri

"Schmetterlingshähnchen"



Am vergangenen Wochenende hatten wir wieder mal die Bude voll …! Warum? Wir haben uns den Samstag ausgewählt, um einige neue Rezepte umzusetzen und ihr könnt euch vorstellen, dass das gar nicht so leicht ist, wenn man dazu keine Gäste hat, die die leckeren Gerichte dann auch verspeisen und ein sofortiges Feedback dazu geben. Denn zu einen können wir das ja nicht alles selber essen und zum anderen, kann es ja auch sein, dass ein Gericht gar nicht so lecker ist, wie wir uns das vorher ausgemalt haben. Also wurden einige Freunde angeschrieben, um zu schauen, ob sie vielleicht Zeit, Lust und Appetit haben, kurzfristig vorbei zu schauen. Für’s leibliche Wohl ist bei uns ja immer bestens gesorgt.

Das Rezept, das wir euch heute vorstellen wollen, haben wir als erstes auf den Tisch gebracht. Wie wir auf unser Roadkill Chicken mit Chimichurri gekommen sind und wie es unseren Freunden geschmeckt hat, das wollen wir euch aber auch nicht vorenthalten.

Inspiration findet sich überall

Wenn wir beide abends mal etwas Zeit haben und nicht in der Küche werkeln, dann fletzen wir uns immer für ein bis zwei Stunden auf unser neues Sofa. Ich zwar meist auf meinen Sessel, damit Sascha auch mal die Beine ausstrecken kann. Dann schauen wir in der Regel an einer unserer Serien weiter, und genießen dabei, einfach mal nichts zu tun.

 

Eine Serie - wie sollte es auch anders sein - dreht sich ums Kochen. Und um genau zu sein, um die schlechtesten Köche Amerikas. Zwei Chefs, Anne und Rachel, versuchen in jeder Folge, ihre Teilnehmer vom schlechtesten Koch dahin zu bringen, dass sie am Ende der Staffeln, ganz passable Hobbyköche abgeben. Und das gelingt den beiden echt super. Wir zwei lachen uns Immer platt, welche für uns selbstverständlichen Dinge in der Küche, für viele Menschen einfach komplett unbekannt sind. Aber sie alle lernen dazu.

 



Roadkill Chicken ???

Auch wir haben etwas dazu gelernt, denn das Roadkill Chicken kannten wir bis dahin noch gar nicht. Es wird auch Schmetterlingshähnchen, flaches Huhn oder Platthuhn genannt. Warum? Ganz einfach. Dem ganzen Hähnchen wird das Rückgrat mit einer Geflügelschere entfernt. So kann man es aufklappen, so dass es ganz flach in der Pfanne liegen kann. Daher passt der Name Roadkill Chicken wirklich perfekt, denn das Hähnchen sieht fast so aus, als wäre es überfahren worden. Platt halt.

 

Wir haben uns zwar nicht das Rezept für die Würze und die Sauce abgeschaut, sehr wohl aber, wie das Hähnchen vorbereitet wird. Und wir können euch sagen, dass das wirklich super easy geht. Wie wir das gemacht haben, das lest ihr unten in der Zubereitung.

 

Da wir Chimichurri so sehr mögen, dachten wir uns, dass das der optimale Begleiter für unser Hähnchen sein könnte. Unsere Freunde waren von unserem Starter sowas von begeistert, dass auch wir beide super happy waren, denn uns hat es auch unglaublich gut. geschmeckt. Dazu ein wenig gutes Brot, das Hähnchen zerteilt und dann die große Pfanne einfach auf den Tisch. Jeder greift zu und am Ende haben wir uns dann um das letzte Brot gestritten, denn damit lies sich wunderbar der Bratensaft aus der Pfanne aufsaugen! Es war so lecker, dass wir am Liebsten nichts anderes mehr essen wollten und gleich ein zweites in den Ofen hätten schieben können. D

 

Kanntet ihr eigentlich schon ein flaches Huhn oder eines der anderen Namen dafür?

 

Damit euch aber jetzt auch das Wasser im Mund zusammen läuft, starten wir jetzt sofort mit dem Rezept für unser Roadkill Chicken mit Chimichurri und wünschen euch viel Spaß beim Zubereiten und Genießen.

 

Eure Jungs

 

| Torsten |



Die Zutaten:

1 Kikokhähnchen (das Rückgrat entfernt)

1 EL Salz

1/2 TL gemahlener schwarzer Pfeffer

4 EL Honig

2 EL hochwertiges Olivenöl

 

2 Bund glatte Petersilie

1 Schalotte

2 Knoblauchzehen

1 Bio Limette

Olivenöl

2 TL grobes Meersalz

1 TL schwarzer Pfeffer

1 TL Thymian, getrocknet

1 TL Oregano, getrocknet

1/2 TL Cayennepfeffer

1/2 TL edelsüßer Paprika


Die Zubereitung:

  • legt das Hähnchen auf die Brustseite, mit der Schulterseite zu euch. Setzt eine Geflügel- oder andere scharfe Schere eng an einer Seite der Wirbelsäule an und schneidet durch bis zum Ende - das gleiche macht ihr auf der anderen Seite
  • entfernt nun die Rippchen mit einem scharfen Messer
  • rührt Salz, Pfeffer, Honig und Olivenöl in einer kleinen Schüssel an und massiert das Hähnchen komplett damit ein
  • heizt euren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor, erhitzt eine ofengeeignete Grillpfanne auf höchste Temperatur und legt das Hähnchen mit der Hautseite hinein
  • reduziert sofort die Temperatur auf mittlere Hitze, bratet es ca. 10 Minuten goldbraun an, wendet es mit der Hautseite nach oben und gebt es für ca. 20-25 Minuten in den Backofen
  • schneidet in der Zwischenzeit für das Chimichurri die Schalotte in kleine Würfel, hackt die Petersilie und presst die Knoblauchzehen. Gebt diese Zutaten in einen Mörser und mörsert alles ordentlich durch - währenddessen kommt der Limettensaft hinzu
  • dann füllt ihr die grüne Mischung mit soviel gutem Olivenöl auf, dass beim weiteren Mörsern die Konsistenz dickflüssig bleibt (also nicht zuviel - man kann immer noch etwas nachfüllen)
  • würzt mit den restlichen Zutaten und mörsert weiter. ABSCHMECKEN nicht vergessen
  • nehmt das Roadkill Chicken aus dem Ofen, schneidet es in Stücke und serviert es mit Brot und dem Chimichurri garniert in der Pfanne

 



| Tipp von den Jungs |

Das Chimichurri könnt ihr auch super vorbereiten und in Gläsern (oder einem Glas) abgefüllt im Kühlschrank lagern. So machen wir das auch meistens, denn Chimichurri kann man ruhig immer zu Hause haben. Es passt zu den meisten Fleischgerichten und auch einfach nur so zum Brot als Dipp. Daher machen wir auch gerne eine größere Portion, die wir dann immer auf Lager haben. Leider ist es immer viel zu schnell aufgefuttert ...

 

Die Backzeit des Hähnchens richtet sich natürlich immer nach der Größe. Da wir ausschließlich Kikokhähnchen verwenden, ist das aber gar nicht so schwer, den richtigen Garpunkt zu erkennen, denn es ist immer mit einem kleinen roten "Thermometer" versehen, das euch den richtigen Zeitpunkt dadurch anzeigt, dass es sich aus dem Fleisch heraus drückt.