Wir beide essen wirklich selten Pasta. Nicht, weil wir sie nicht mögen … ganz im Gegenteil, sondern weil wir unter der Woche immer mehr versuchen, nicht zu viele Kohlenhydrate zu futtern. Aber so ganz klappt das natürlich nicht immer. Da wollen wir mal ganz ehrlich sein. Wenn wir dann aber Nudeln kochen wollen, dann sind die aus selbst gemachtem Pastateig mittlerweile Pflicht.

Unser bester Freund Fred, hat uns schon vor ganz vielen Jahren, eine kleine Pastamaschine geschenkt. Ok, das war bestimmt ein wenig aus Eigennutz, aber das ist auch total gut so. Damals haben wir mehrfach in der Woche, gemeinsam Serien geschaut. Von Buffy bis zu AWZ. Und dazu haben wir immer etwas leckeres gekocht. Und vielleicht war auch der damals schon selbst gemachte Pastateig einer der Auslöser dafür, unsere Rezepte irgendwann auf unserem Blog mit euch zu teilen.

Das ist doch bestimmt viel zu viel Arbeit!

Solch eine Maschine ist wirklich günstig. Aber es gibt auch Aufsätze für eure Küchenmaschine. Und wir bereiten die Pasta mittlerweile natürlich mit unserer Küchenmaschine zu. Aber beide Varianten sind problemlos zu meistern. Der Teig ist in Minuten geknetet, ruht ca. eine halbe Stunde und das Ausrollen und Schneiden mit den Geräten dauert wirklich nur wenige Minuten. Ihr benötigt weder einen großen Zeitaufwand, noch ist es schwierig, einen Pastateig selber herzustellen.



Pastateig mit oder ohne Ei?

Es gibt 2 verschiedene Arten, einen Pastateig zu machen. Die Pasta Seca (ohne Ei) und Pasta Fresca all’uovo (mit Ei). Wir verarbeiten für die „trockene“ Pasta ohne Ei, meistens ausschließlich Hartweizengrieß. Die „frische“ Pasta mit Ei bereiten wir meistens aus einer 1:1-Mischung aus Hartweizengrieß und dem italienischen Mehl der Type 00 zu. Aber das ist nur unsere Empfehlung. Es gibt so viele Rezepte für einen tollen Pastateig, dass euch schwindelig wird. Sogar mit „normalem“ 405er Mehl, das in etwas dem 00er Mehl entspricht, schmeckt eine selbstgemachte Pasta super.

Je nach Pastasorte entscheiden wir uns, ob wir unseren Pastateig mit oder ohne Ei herstellen. Daher hier ein kleiner Tipp für euch, was am besten mit welchem Teig funktioniert:



Pasta Secca (ohne Ei)

Pasta Fresca (mit Ei)

  • Spaghetti
  • Tagiollini
  • Penne
  • Rigatoni
  • Fusilli
  • Tagliatelle
  • Fettuccini
  • Lasagneblätter
  • Tortellini
  • Ravioli

Warum überhaupt verschiedene Nudelteige?

Es könnte fast aus Deutschland stammen … Aber auch die Italiener, genauer gesagt, die Zunft der Pasta-Hersteller in Genua hat bereits im Jahr 1547 in einem Reinheitsgebot beschlossen, dass Pastateig ausschließlich aus Hartweizengrieß und Wasser bestehen darf. Und dieses Gebot hat sich bis heute auch gehalten. Der Pastateig ohne Ei hat mehr Gluten und dadurch ist die getrocknete Nudel bruchsicherer und bleibt nach dem Kochen bissfester. Außerdem könnt ihr die Nudeln getrocknet besser aufzubewahren. Die Pasta mit Ei hat eine schöne gold-gelbene Farbe, ist leicht samtig im Biss und hat ein volleres Aroma. Die Deutschen stehen meist eher auf die Eier-Variante.



Am Ende müsst ihr selber entscheiden, was euer Favorit ist. Ob mit oder ohne Ei, das sollte nicht die Frage sein. Die Frage ist: Macht ihr euren Pastateig selber?

Wenn ihr das bisher nicht tut, dann fangt doch einfach damit an. Und wenn ihr kein 00er Mehl oder Hartweizengrieß zu Hause habt und trotzdem starten wollt, dann testet doch erst einmal ein ganz normales Mehl. Ihr werdet sehen, wie einfach das geht und wie lecker die Pasta sein wird.

Viel Spaß beim Ausprobieren.

Eure Jungs

Pastateig

Rezept für selbstgemachte Nudeln. Das ist super einfach – probiert es selbst aus!
Gericht Nudelgericht, Pasta
Land & Region Italien

Equipment

  • Pastaaufsatz für eure Küchenmaschine
  • oder manuelle Pastamaschine

Zutaten
  

Pastateig ohne Ei (nicht ganz nach dem Genueser Reinheitsgebot …)

  • 300 g Hartweizengrieß
  • 140 ml Wasser evtl. ein wenig mehr
  • 1 Prise Salz
  • 2 EL Olivenöl

Pastateig mit Ei

  • 150 g Hartweizengrieß
  • 150 g Weizenmehl Tipo 00 alternativ Type 405
  • 1 Prise Salz
  • 3 Eier M

Anleitungen
 

  • Bei beiden Teigen gebt ihr alle Zutaten in eure Schüssel der Küchenmaschine und knetet alles so lange kräftig durch, bis ein glatter fester Teig entsteht, der nicht oder kaum mehr kleben sollte.
  • Verpackt ihn in einem Wachstuch und lasst ihn für 20 Minuten ruhen.
  • Danach könnt ihr ihn verarbeiten. Entweder mit dem Nudelholz, mit der manuellen Pastamaschine oder mit dem Pastaaufsatz eurer Küchenmaschine.
  • Wichtig ist, dass ihr den Teig ausrollt, zusammenfaltet und wieder ausrollt. Und das mindestens 4-5 Mal, bevor ihr den Pastateig auf die richtige Dicke ausrollt, bevor ihr ihn weiterverarbeitet.

Tipp von den Jungs

Aufbewahren könnt ihr beide Teige im Kühlschrank bis zum nächsten Tag, wenn ihr ihn nicht sofort verarbeiten möchtet. Allerdings kann sich die Farbe bei dem mit Ei etwas verdunkeln. Daher sollte er wirklich gut verpackt sein. 
Stichwörter Grundrezept | Nudelteig
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Torsten

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!


2 Antworten

  1. Hallo Jungs,

    eine Pasta-Maschine habe ich schon seit Jahren ungenutzt im Schrank stehen. Das soll sich dank Eurer Pasta-Rezepte jetzt ändern. Für wieviele Portionen reicht denn der Teig mit 300g Hartweizengries? Vielen Dank für die Inspiration und bleibt gesund

    Kathrin

    1. Hallo Kathrin,
      das ist ja wirklich super, dass das gute Stück nun endlich aus dem Schrank kommt
      und benutzt wird. Du wirst dich wirklich wundern, wie einfach es geht und wie lecker
      die Pasta ist.
      Zur Menge. Da 300 g Grieß und 3 Eier zusammen ca. 450 g Pastateig sind und in der
      Regel pro Person eine Portion von 100 g getrockneter Pasta als Menge ausreichen soll,
      würden wir bei dieser Menge sagen, dass mindestens 4 Personen davon satt werden.
      Wenn das eine Beilage ist und eventuell ein Stück Fleisch oder ein Sellerieschnitzel dazu
      kommt, dann reicht die Pasta auch für 6 Personen.
      Sind gespannt, was Du berichten wirst. Und viel Spaß beim Zubereiten.
      Deine Jungs

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