von | 26. Februar 2019 | Backen, Gebäcke & Pralinés

Jetzt ist der Januar schon fast rum und in Kölle kommt man kaum mehr um kostümierte Jecken und allerlei Karnevalslieder herum. Egal ob Karneval, Fastnacht, Fasching oder wie auch immer ihr die 5. Jahreszeit nennt, in so ziemlich jeder Region findet man typische Gebäcke zu dieser Zeit. Vor Beginn der Fastenzeit hat man sich den Bauch nochmal richtig vollgeschlagen … mit Krapfen, Schmalzgebäck und allerlei Frittiertem. So auch in meiner Heimat Trier, denn dort gibt es zur Fastnacht Mäuschen!

Mäuschen?! Was ist das denn?

Diese leckeren kleinen Bällchen aus einem Öl-Quark-Teig sind in meiner Heimat nicht wegzudenken. Ich muss rinimmer sofort an meine Kindheit denken. Rund um die Fastnachtstage hatte immer mindestens einer meiner Schulkollegen Mäuschen in seiner Brotdose. Sofort hat sich eine große Traube gebildet und die in Zucker gewälzten Bällchen wurden freudig geteilt. Es gab verdammt große Unterschiede im Geschmack, süßer bis kaum süß, eher hell gebacken bis, für meinen Geschmack, schwarz. Ja, die einen oder anderen schmeckten dann doch nicht so und wurden brav grinsend abgelehnt oder im Ganzen runtergeschluckt.


Teig roh

Ich habe sie früher immer mit meiner Mutter zu Hause zubereitet und immer wenn es etwas eben nur einmal im Jahr gab, dann war die Vorfreude darauf unendlich groß. Wir haben da auch so einige Rezepte durchprobiert und so haben wir immer mal etwas abgeändert bis irgendwann das Rezept perfekt war .

Und auch wenn ich nach über 10 Jahren in Köln mittlerweile das „Helau“ gegen ein „Alaaf“ eingetauscht habe, um diese Tradition komme ich nicht rum. So gibt es an Weiberfastnacht immer einer große Portion Mäuschen für alle Freunde und die perfekte Grundlage für einen langen und lustigen Tag.


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Traditionen müssen gepflegt werden.

Generell finden wir es einfach schön, wenn Essen so in Verbindung zu Tradition stehen. Dinge, die einfach dazugehören, so wie Plätzchen zu Weihnachten oder der Hefekranz zu Ostern. So hat man auch immer direkt einen Geschmack im Mund wenn man an bestimmte Feierlichkeiten denkt. 

Ich bin auf jeden Fall ganz glücklich mit meinen Mäuschen, auch in Köln immer freudige Abnehmer zu finden und eine immer wiederkehrende Verbindung mit meiner Heimat zu haben.

Wie schaut es bei euch aus? Welches Gebäck gibt es bei euch zur 5. Jahreszeit? Der eine oder andere feiert ja auch gar kein Karneval und verpasst diese Leckereien vielleicht?!

Also schlagt euch die Bäuche voll und feiert schön! Vor allem wenn es bei manchen von euch dann tatsächlich in die Fastenzeit geht und mit dem heutigen Rezept schicke ich einen lieben Gruß an meine Heimat.

Helau*** und Alaaf!!

Eure Jungs

*** redaktionelle Anmerkung vom „Korrekturleser“: dabei schaudert’s mir ..!!!


Mäuschen

Rezept für wunderbar fluffige „Mäuschen“. Ein traditionelles Fastnachtsgebäck aus Saschas Heimat bei Trier.
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 30 Minuten
Arbeitszeit: 40 Minuten
Gericht: Gebäck
Land & Region: Deutschland, Trier
Keyword: Fastnacht, Karneval, Quark-Öl-Teig
Portionen: 40 Stück

Zutaten

  • 250 g Quark
  • 100 g Zucker
  • 1 Pckg. Vanillezucker
  • 3 Eier
  • 100 ml Öl
  • 400 g Weizenmehl Type 405
  • 1 Pckg. Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz
  • 100 ml Milch
  • 2 l Frittieröl oder -fett
  • feinster Zucker

Zubereitung

  • Gebt als erstes das Frittieröl in einen Topf und heizt es auf 180°C vor.
  • Verrührt währenddessen in einer Schüssel den Quark mit dem Zucker und Vanillezucker, gebt die Eier hinzu und rührt sie ebenfalls gründlich unter. Gießt nun das Öl unter rühren dazu und lasst die Masse ca. 1 Minute ruhen
  • In einer weiteren Schüssel vermischt ihr das Mehl mit dem Backpulver, Natron und Salz. Knetet nun die Hälfte des Mehlgemischs unter die Quarkmasse.
  • Fügt die Milch unter Kneten dazu, bevor die 2. Hälfte des Mehls darunter kommt.
  • Wenn das Öl heiß genug ist, nehmt etwas vom Teig auf einen Teelöffel und streift mit einem weiteren Löffel, den Teig vorsichtig in das heiße Öl.
  • Je nach Größe des Topfes, gebt nur so viele Teigbällchen ins Fett, dass sie sich noch von alleine drehen können. Backt die Mäuschen goldbraun aus und lasst sie auf Küchenkrepp abtropfen.Dann ummantelt ihr sie noch heiß mit feinstem Zucker in einer Schüssel

Tipp von den Jungs

Wir besitzen keine Fritteuse mehr und frittieren daher in einem Topf. Wer aber eine Fritteuse hat, der kann diese dafür nutzen, denn dann habt ihr keine Probleme mit der richtigen Temperatur des Öls.
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!

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Sascha

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6 Kommentare


  1. Sehr lecker, kamen sehr gut an!

  2. Hallo, da freuen wir uns sehr!!! Danke für das Feedback.
    Liebe Grüße,
    Deine Jungs


  3. Das ist das richtige Mäuschen-Rezept. Nix Hefe oder so. Wir „holen“ aber kein zusätzliches Natron, denn in Backpulver ist das alles schon drin. Grüße aus Trier

  4. Hallo Jörg,
    vielen Dank für Deinen Kommentar. Tolle, dass ihr sie auch so backt.
    Das Natron war bei uns schon immer drin. Kann aber natürlich weg gelassen
    werden. Sollten wir auch mal ausprobieren. Dann könnten sie sogar noch etwas
    lockerer werden.
    Beim nächsten Mal testen wir Deinen Tipp.
    Deine Jungs

  5. So liebe Jungs ich ha sie gestern auch gemacht und sie sind richtig lecker. Bei mir sind sie allerdings sehr unterschiedlich im Aussehen manchmal wirklich wie Mäuschen oder anderes Getier. Mit dem Löffel richtig rund bekommen ist allerdings nicht so richtig gelungen. Aber Hauptsache es schmeckt. Weite so mit euch. Leider kann man eure Reportage mit den Broten nicht mehr anschauen. Ach ja und morgen wird ich Fasnachtskiechle backen das sind Pfälzer Berliner.

    Liebe Grüße Helga und Alaaf

  6. Hallo Helga,

    toll, dass dir unsere Mäuschen auch so wunderbar schmecken. Das mit den Formen kenne wir, aber das regt ja die Fantasie an 😃
    Welche Reportage meinst du denn genau? Dann prüfen wir das mal!
    Deine Pfälzer Berliner klinge auch sehr verlockend. Liebe Grüße, Die Jungs

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