Nachdem wir jetzt in der vergangenen Woche selber Mehl gemahlen, Pastateig selber zu bereitet und natürlich auch damit Nudeln hergestellt haben, ist es wirklich Zeit dafür, unser uraltes Rezept für eine Lasagne al forno einmal ein wenig zu überholen. Da passte es doch perfekt, dass wir dringend ein wenig Comfort-Food brauchten, also Essen, bei dem es einem einfach gut gehen muss. Das Rezept stammt aus unseren Kinderschuhen aus dem Jahr 2013. Keine Sorge. Das Rezept war damals schon Klasse und wir haben es auch bis heute nicht verändert.

Was wir allerdings verändert haben, dass wir heute nicht mehr einfach nur eine Zutatenliste mit einer Rezeptbeschreibung und lediglich ein mehr oder weniger schlechtes Foto dazu veröffentlichen. Sascha hat sich über die vielen Jahre, in denen wir mit voller Energie und Freude unseren Blog immer wieder mit Leben füllen, fototechnisch so sehr verändert, dass manche Rezepte es einfach mal nötig haben, überarbeitet zu werden.



Ich liebe Lasagne al forno schon ewig und ich backe sie auch schon seit so vielen Jahren, dass ich gar nicht weiss, ob ich jemals eine gekaufte Fertiglasagne gegessen habe. Sogar Oma Lore hat alle paar Wochen ihre Auflaufform rausgeholt und eine Lasagne al forno drin gebacken.

Auf die perfekte Bollo kommt es an!

Was aber bei einer Lasagne natürlich das Wichtigste ist, ist eine perfekte Bolognese. Als ich klein war, und das war bei Sascha nicht anders, gab es eine Tütenbollo. Ich glaube, damals kannten die Deutschen noch keine echte Bolognese, die am besten 4-5 Stunden köchelt. Aber um mal ganz ehrlich zu sein, manchmal – aber nur manchmal – wünsche ich mir von meiner Muddi genau eine solche Tütenbolognese auf Spaghetti. Das ist dann immer so ein Mittagessen mit großen Kindheitserinnerungen.



Unsere Bolognese kochen wir immer in einer großen Menge. Die dann nicht nur für eine Lasagne ausreicht, sondern von der wir den Rest dann in Gläser abfüllen und einkochen oder einfrieren können. So hat man nur einmal die Schnippelarbeit zu machen und kann gleich mehrere Male davon essen. Und die längere Kochzeit, die wir unserer Lasagne al forno gerne geben, damit sie so lecker wird, braucht nur wirklich keinen aktiven Zeitaufwand, ausser ein paarmal umzurühren.

Lasagne al forno vs. Lasagne alla bolognese

Für den Ursprung des Namens Lasagne an sich, gibt es gleich mehrere Informationen. Aber am Ende kann es keiner mehr wirklich sagen. Waren es die Römer selber? Die Griechen? Oder sogar die Engländer? Sei es drum. Was wichtig ist, dass Lasagne nicht nur der Name für die großen Pastablätter ist, die zwischen das Fleischragout kommen, sondern auch einfach sehr breit geschnittene Pastastreifen. Quasi richtig breite Bandnudeln. Daher heißen breite Bandnudeln, in Butter geschwenkt und mit einem dicken Kleks Bollo und Parmesan belegt, Lasagne alla Bolognese. Die, die wir klassisch in einer Trattoria oder Osteria bekommen, ist die Lasagne al forno, weil sie aus dem Ofen kommt und da überbacken wird.



Bevor wir euch aber mit noch weiteren Geschichten zur Lasagne al forno überschütten, wollen wir doch auch unser Rezept vorstellen. Wir backen unsere Lasagne schon seit so vielen Jahren so, dass wir und unsere Liebsten immer happy damit sind. Und wir hoffen, ihr probiert unser Rezept auch gerne aus und gebt uns Bescheid, wie sie euch geschmeckt hat.

Eure Jungs

Lasagne al forno

Vorbereitungszeit 40 Min.
Zubereitungszeit 30 Min.
Kochzeit der Bolognese 4 Stdn.
Gericht Hauptgericht, Pastagericht, secondi piatti
Land & Region Italien
Portionen 6 personen

Equipment

  • Auflaufform

Zutaten
  

  • 1 Pckg. Lasagneplatten oder selber frisch hergestellt

Die Bolognese

  • Olivenöl zum Anbraten
  • 1 EL Tomatenmark
  • 500 g Rinderhackfleisch
  • 2 rote Zwiebeln gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehe gerieben
  • 4 Möhren gewürfelt
  • 4 Staudensellerie gewürfelt
  • 400 g Tomatenfruchtfleisch Dose oder frisch
  • 1/2 Flasche italienischer Rotwein z.B. Chianti Classico
  • 1 TL Oregano
  • 1 Bund Petersilie frisch
  • Salz/Pfeffer

Die Béchamel

  • 30 g Butter
  • 40 g Mehl
  • 1/2 L Milch
  • 1 TL Zitronensaft

Der Käse

  • 300 g geriebener Mozzarella oder original Parmesan

Anleitungen
 

Die Bolognese

  • Erhitzt in einem großen Topf das Olivenöl und Tomatenmark. Bratet das Mark kurz an und gebt das Rinderhackfleisch dazu. Bratet dieses nun scharf an, bevor ihr die Zwiebeln und Knoblauch ebenfalls unterrührt und mit anbratet.
  • Nachdem alles angeschwitzt ist, kommt das restliche Gemüse in den Topf. Löscht dann mit den Tomaten und Rotwein ab. Vom Rotwein darf es auch gerne etwas mehr sein – aber das sollet ihr selber entscheiden, denn das was in der Flasche bleibt, bleib euch zum Genießen während des Kochens.
  • Dann noch die Petersilie und das Oregano dazu, aufkochen lassen und die Temperatur so weit reduzieren, dass die Bolognese für die nächsten 4 Stunden, mit leicht geöffnetem Deckel, leise vor sich hin köchelt. Zwischendurch ein paarmal umrühren. Am Ende der Kochzeit mit Salz & Pfeffer abschmecken.

Die Béchamel

  • Für die Béchamel erhitzt ihr die Butter in einem Topf und siebt das Mehl hinein. Sofort mit einem Schneebesen verrühren. Dann langsam die Milch dazugießen. Passt auf, dass ihr alle Klümpchen aus der Sauce bekommt. (Sollte das nicht funktionieren, auch nicht schlimm, siebt die Béchamel einfach durch ein Haarsieb).
  • Mit Salz, Pfeffer, Muskat und etwas Zitronensaft abschmecken.

Das Backen

  • Heizt nun euren Backofen auf 200 °C Ober-/Unterhitze vor.
  • Nehmt euch nun eine Auflaufform und fangt mit der Bolognese an. Darauf kommt etwas von der Béchamel und dann das erste Lasagneblatt (evtl. je nach Größe der Form, könnt ihr ein weiteres Blatt brechen, so dass alles abgedeckt ist. Wiederholt das, bis die oberste Schicht die Béchamel ist. Zum Schluss kommt noch geriebener Mozzarella oder Parmesan drauf.
  • Schiebt die Form für ca. 30 Minuten in euren Ofen. Der Käse sollte schön goldbraun sein.
Stichwörter Bolognese | Lasagne | Pasta pesto
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Torsten

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!

4 Antworten

    1. Ganz lieben Dank.
      Das tut uns wirklich leid und wir haben das auch sofort ergänzt.

      Das ist, glauben wir, eines der ältesten Rezepte bei uns auf dem Blog.
      Daher werden wir das auf jeden Fall nochmal neu machen. Dann können wir
      auch erzählen, warum das Gericht überhaupt auf den Blog gekommen ist und
      wir können ein paar schönere Fotos mit einbinden.

      Liebe Größe und einen schönen Sonntag Abend,

      Deine Jungs

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