Klassischer Apfelstrudel

mit Evis Strudelteig - Original aus Österreich

Dieses Rezept wollten wir schon so lange umsetzen, um es euch zu zeigen, denn wir beide mögen einen gut gebackenen klassischen Apfelstrudel so sehr. Aber bisher haben wir es dann doch immer wieder verdrängt, einen zu backen. Das kommt vermutlich zum einen daher, dass man doch immer denkt, dass ein Strudelteig so aufwendig ist. Klar gibt es auch solche Teige zu kaufen, aber wir wollen ja doch immer alles selber ausprobieren.

Mit viel Dampf zum Erfolg.

Zum anderen kennen wir viele Rezepte für Apfelstrudel, die mit Dampf gebacken werden. Und ganz ehrlich – das macht ja auch Sinn. Der Dampf gibt dem Strudel von innen genügend Feuchtigkeit und lässt den Teig von außen schön knusprig werden. So lieben wir das. Da wir ja unseren MIELE Combi-Dampfgarer DCG 6860 wirklich nicht mehr missen wollen, da er unser perfekter Helfer in der Küche ist, war ja schon einmal geklärt, wie wir den Strudel backen wollen, wenn es soweit ist. – mit viel Dampf!

Immer noch eine unserer Lieblingsfunktionen ist das Combigaren. Das Gerät hat die Funktion, dass ich verschiedene Schritte, die der Garvorgang nacheinander benötigt, vorgeben, abspeichern und eventuell verändern kann, wenn sie noch nicht ganz optimal sind. Unser Roggen-Dinkelbrot ist dort schon abgespeichert und der Apfelstrudel jetzt natürlich auch. Am Ende hat ein Küchengerät für uns immer einen besonders großen Stellenwert, wenn es uns Arbeitsschritte erleichtert oder das Ergebnis nochmal optimiert, da unser Kombi-Dampfgarer beides tut, werdet ihr verstehen warum wir so verrückt danach sind!


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Das Ergebnis war genauso, wie wir es uns gewünscht haben. Natürlich könnt ihr einen tollen Apfelstrudel auch im herkömmlichen Ofen backen, aber im Kombi-Dampfgarer klappt es einfach ganz ausgezeichnet. Aber auch wenn unser Ofen einen verdammt guten Job gemacht hat, kein leckerer Apfelstrudel ohne einen leckeren Strudelteig.


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Ein altes Strudelteigrezept – wenn das kein Zeichen ist?!

Aber auch da mussten wir eigentlich gar nicht lange überlegen. Vor einigen Monaten waren wir wieder mal am Wolfgangsee. In unserem Lieblingsrestaurant dort dürfen wir auch hinter die Kulissen schauen. Also auch in der Küche rumstöbern, immer Neugierig was Philipp, der Küchenchef, dort leckeres zaubert. Evi, die gute Seele der Küche, ist für den Apfelstrudel zuständig. Und ihr haben wir über die Schulter geschaut. Natürlich konnte sie uns keine Mengen nennen, die sie für ihren Teig verwendet, aber das war auch gar nicht nötig. Meistens steckt genau dann ein verdammt gutes Rezept dahinter … das kenne ich schon von Oma Lore.

Wir haben zugeschaut, mitgeschrieben, den Teig gefühlt, bevor er ruhte und auch danach. So haben wir den Teig für unseren klassischen Apfelstrudel nach Evis Strudelteigrezept ausprobiert und jetzt für euch auf den Blog bringen können.



Jetzt hoffen wir, dass wir euch genügend auf den Geschmack gebracht haben, selber einmal einen Apfelstrudel nach einem originalen Rezept aus Österreich selber auszuprobieren und kommen auch gleich zu unserem Rezept. Habt ihr schon einen Apfelstrudel gebacken? Bereitet ihr euren Teig auch selber zu oder verwendet ihr einen gekauften?

Lasst uns eure Kommentare da oder sendet uns eine Mail. Und wenn ihr unser Rezept nach gebacken habt, gerne auch ein Foto von eurem Strudel. Wir sind ja immer sehr gespannt auf eure Ergebnisse und danken euch immer sehr für eure zahlreichen Rückmeldungen.

Eure Jungs

Klassischer Apfelstrudel

Rezept für einen klassischen Apfelstrudel. Das originale Rezept für den Strudelteig haben wir uns bei Evi in einem Restaurant am Wolfgangsee abgeschaut.
Vorbereitungszeit: 10 Minuten
Zubereitungszeit: 45 Minuten
Ruhezeit: 2 Stunden
Arbeitszeit: 55 Minuten
Gericht: Apfelstrudel, Strudel
Land & Region: Österreich
Portionen: 1 Strudel

Zutaten

Für den Strudelteig:

  • 300 g Weizenmehl, Type 550
  • 1 Ei
  • 100 ml Wasser
  • 25 ml Pflanzenöl
  • 1 EL Condimento, („weisser Balsamico“)

Für die Füllung:

  • 100 g Rosinen
  • 4 EL Rum
  • 5 große Äpfel, ca. 1 kg
  • 2 gestr. TL Zimt, gemahlen
  • 70 g brauner Zucker
  • 80 g Butter
  • 100 g Paniermehl

Und was noch?

  • 20 g Butter, geschmolzen
  • Puderzucker

Zubereitung

  • Bereitet zunächst den Teig vor. Dafür gebt ihr das Mehl auf eure Arbeitsfläche, macht in die Mitte ein Loch und schlagt das Ei hinein. Vermischt in einem Behälter das Wasser, mit dem Öl und dem Condimento und gießt ein wenig davon ebenfalls zum Ei.
  • Beginnt nun mit der einen Hand, das Ei und die Flüssigkeit mit dem Mehl zu vermengen und gießt mit der anderen immer ein wenig mehr von der Flüssigkeit dazu. Verbindet und knetet schließlich alles so gut miteinander, bis ein glatter Teig entsteht. Im Zweifel ist er noch ein wenig klebrig. Das wird sich aber gegeben haben, wenn ihr den Teig nun für 120 Minuten, mit einem Tuch abgedeckt, ruhen lasst.
  • Gebt in der Zwischenzeit die Rosinen in eine kleine Schüssel und vermengt sie gut mit dem Rum. Lasst die Rosinen ruhen und sich voll saugen. Rührt hin und wieder einmal um, bis ihr sie später für die Füllung braucht. Auch könnt ihr schon die Äpfel schälen, entkernen und in Würfel schneiden. Vermischt sie in einer anderen Schüssel mit dem Zimt und dem braunen Zucker. Stellt die Apfelmischung zur Seite.
  • Kurz bevor der Teig lange genug geruht hat, erhitzt ihr eine Pfanne mit der Butter und gebt das Paniermehl dazu. Bräunt es bei mittlerer Hitze unter Rühren und stellt es zur Seite.
  • Legt ein großes bemehltes Küchentuch auf eure Arbeitsfläche oder besser noch auf euren Küchentisch. Walgt den Teig noch einmal kurz durch und rollt ihn auf dem Küchentuch zu einem Rechteck aus. Dann ist Handarbeit angesagt. Eine Hand (Handrücken) geht unter den Teig und die andere Hand zieht nacheinander an allen Seiten vorsichtig, bis ihr das Muster des Küchentuchs sehen könnt. Der Teig sollte ca. 60×40 cm groß sein.
  • Verteilt nun gleichmäßig die gebräunten Brösel auf dem Teig, mischt die Rosinen unter die Apfelmischung und verteilt auch diese auf den Bröseln. Schlagt die langen Seiten leicht ein (also bis knapp über die Apfelmasse). Schneidet die dicken Teigstücke ab und rollt dann mit Hilfe des Tuchs, von der kurzen Seite her auf. Verstreicht etwas geschmolzene Butter an der Verschlussseite und legt den Strudel auf euer PerfectClean Backblech und streicht den ganzen Strudel mit der restlichen Butter ein.
  • Stellt an eurem Combi-Dampfgarer auf die folgenden Schritte ein: Combigaren Heißluft / Temperatur 30°C / Feuchte 90% / 7 Minuten … dann: Temperatur 190°C / Feuchte 0% / 40 Minuten

Tipp von den Jungs

Wer von euch noch keinen Combi-Dampfgarer hat, der sollte seinen Ofen sofort auf 220°C mit einer großen feuerfesten Schale voll Wasser aufheizen. Dann das Backblech hineinschieben und schnell wieder schließen. Reduziert die Temperatur nach ca. 5 Minuten auf 190°C und backt für weitere ca. 50 Minuten.
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!


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Torsten

Autor & Orga


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