von | 24. Mai 2018 | Fleischgerichte, Grillen, Rezepte, Werbung

Unseren heutigen Post verdanken wir wieder einmal der lieben Oma Lore. Naja … ehrlich gesagt, geht es dabei gar nicht um das Rezept an sich, denn wir haben da unsere ganz eigene Version entwickelt. Aber wir haben gehofft, dass wir mit der Zubereitungsart vom Grillhähnchen, so einigermaßen an das heran kommen, wie sie es immer gemacht hat.

Was am Grillhähnchen so anders ist bzw. war?

Oma Lore und Opa Günter haben in den späten 40ern geheiratet und damals waren, ganz anders, als heute, die Hochzeitsgeschenke fast ausschließlich etwas für die Küche oder den Haushalt gedacht. 

Bei ihren Geschenken war ein Gerät dabei, das die Oma Lore nur für eine Sache eingesetzt hat … ihr spektakuläres Grillhähnchen. Es bestand unten aus einer runden Pfanne (ich vermute aus einem leichten Metall, wie Alu?!), darauf kam eine runde „Außenwand“, auf die dann eine kegelförmige Abdeckung gesetzt wurde, die eine Grillspirale in sich trug.

Oma hat damals ihr Grillhähnchen, damit es schnell ging, einfach mit in Öl eingerührtes Hähnchengewürz bestrichen und dann, in zwei Hälften geteilt, für etwas über eine Stunde darin grillen lassen. Zwischendurch wieder mit dem Gewürz und dem angesammelten Fett bestrichen, bis es goldbraun und knusprig war.


Kikokhähnchen vor Spiker Grill
Grillhähnchen wird gerubbt

Der Spiker

Ich kann euch einfach nur sagen, dass ich seit dem nie wieder ein so leckeres Hähnchen gegessen habe … bis jetzt! Denn vor einigen Wochen haben wir eine Anfrage bekommen, ob wir einmal Lust hätten, einen neuen, sehr hochwertig verarbeiteten Drehgrill auszuprobieren. Den Spiker von HPV. Um ganz ehrlich zu sein, hatten wir im allerersten Moment so gar keine Idee, was wir damit anfangen und ob wir das Gerät wirklich ausprobieren sollten. Aber zum Glück haben wir uns für die Entscheidung ein wenig Zeit gelassen, denn für uns stand fest, dass wir kein Gyros anbieten wollten, auch wenn wir das so gerne essen.

Dann hatte meine Muddi aber die Idee, das alte Gerät noch einmal auszuprobieren, das schon seit einiger Zeit im Keller stand und irgendwie in Vergessenheit geraten war. Da das gute Stück leider seinen Geist aufgegeben hatte, kam uns der Spiker wieder in den Sinn und ich dachte, dass dieser Grill vielleicht ein ähnliches Ergebnis bringen könnte. 

Schon beim Auspacken waren wir von der Verarbeitung des Spikers mehr als begeistert, auf jeden Fall ein sehr edles Gerät, das sogar mit einem Holzgriff an der Rückseite auftrumpft. Das Herzstück ist ein ordentlicher Keramikbrenner, der allem, das man auf den Spieß steckt, kräftig einheizt. Die Montage ist mit ein paar Handgriffen erledigt und so konnten wir unseren Hähnchen-Test ganz schnell starten. Ihr könnt die Entfernung des Brenners zu eurem Grillgut anpassen und somit ist das gute Stück richtig flexibel und lädt zum Experimentieren ein. Die Reinigung ist bei solchen Geräten für uns immer ein sehr wichtiger Punkt und wir waren sehr happy, dass diese beim Spiker überhaupt kein großer Aufwand ist. 

Aber zurück zum Grillhähnchen!

Um nochmal ganz ehrlich zu sein – und ich hoffe, dass Oma Lore das niemals lesen wird – geschmacklich, aufgrund unserer ganz anderen Würzung und auch von der Zubereitung her, da der Spiker dem Hähnchen über die ganze Grillzeit von allen Seiten eine gleichbleibende Hitze bietet, war unser Ergebnis nochmal eine Spur besser. Aber um das genau zu wissen, werden wir es nochmal machen. Und dann mit Omas Würze ..! 

Wir werden auf jeden Fall auf dem Spiker noch ein paar weitere Rezept ausprobieren.

Alles Wissenswerte zum Spiker von HPV findet ihr unter diesem Link.

Habt ihr schonmal etwas auf solch einem Drehgrill gegrillt? Zum Beispiel Gyros oder Döner? Oder vielleicht etwas ganz anderes? Lasst uns wissen, wenn’s da was gibt, das wir noch gar nicht auf dem Schirm haben. Wird nachgegrillt …!

Eure Jungs



Grillhähnchen

Gericht: Grillgericht
Länder & Regionen: Deutschland
Keyword: Drehspieß, Grillhähnchen, Kikokhähnchen, Spiker
Vorbereitungszeit: 20 Minuten
Zubereitungszeit: 1 Stunde 30 Minuten
Arbeitszeit: 1 Stunde 50 Minuten
Portionen: 4 Personen

wie bei Oma Lore

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Zutaten

  • 1 Kikokhähnchen ca. 1,3 kg
  • 100 g weiche Butter
  • 1 EL Salz
  • 1 EL Urwaldpfeffer gemörsert
  • 2 EL softer Zucker oder Melasse
  • 1 TL Thymian frisch oder getrocknet
  • 2 Knoblauchzehen gerieben
  • 1 Zitrone

Anleitungen

  1. Entfernt eventuell noch die letzten kleinen Federn vom Kikokhähnchen, massiert es mit der weiche Butter ein und stellt es zur Seite.
  2. Gebt alle übrigen Zutaten, bis auf die ganze Zitrone, in eine kleine Schüssel und verrührt sie gründlich zu einem Rub.
  3. Mit den Händen reibt ihr das ganze Hähnchen damit ein und befüllt es mit der Zitrone
  4. Steckt nun den Drehspieß hinein – die Zitrone gibt dem Spieß Halt.
  5. Befestigt den Spieß auf dem Grill und stellt ihn auf die höchste Stufe – die richtige Entfernung zum Grill müsst ihr allerdings selber herausfinden, da jedes Hähnchen unterschiedliche Maße hat.
  6. Grillt das Kikokhähnchen nun für ca. 1,5 Stunden schön goldbraun und knusprig und bestreicht es immer wieder einmal mit der Marinade und dem ablaufenden Fett.
  7. Das Schöne beim Kikokhähnchen ist ja, dass ihr in der Regel ein Einmalthermomether (roter Punkt) dazu bekommt und so immer wisst, wann es perfekt gegart ist.

Tipp von den Jungs

Reguliert die Hitze stufenlos durch den Abstand zum Grillgut. Ich mag es beim Hähnchen ordentlich dunkel und bin begeistert, wie gut sich das mit dem Spiker regulieren lässt. Aber es bedarf mit Sicherheit erst mal etwas Übung.


Grillhähnchen wird zerlegt
Grillhähnchen auf Anrichteplatte

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