Donauwelle

nach Monis Art


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Wenn es einen Kuchen gibt, den Sascha sich fast immer zu seinem Geburtstag wünscht, dann ist das die Donauwelle von seiner Mutter Moni. Jetzt sind wir zufälligerweise genau heute bei seinen Eltern zu Hause, weil wir am Wochenende ein ganz großartiges Event in Mettlach hatten und da das nur eine halbe Stunde von Trier entfernt ist, sind wir gleich noch dort vorbei gefahren. Allerdings braucht Saschas Mama ihm in der Regel keine Donauwelle mehr backen, denn sie hat uns ihr Rezept für diesen Kuchenklassiker verraten und wir kommen immer näher an ihr Original heran ...

Heute ist also Saschas Geburtstag. Und ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr er sich immer auf diesen Tag freut. 

Das ganze fängt schon am Vorabend an. Er liegt im Bett und dreht sich von einer Seite auf die andere und kann kaum einschlafen, was ihm sonst eigentlich nie passiert. Klar kann ich da auch fast nicht mehr einschlafen.

Und dann am nächsten Morgen liegt er schon ganz früh wieder wach im Bett und wartet darauf, dass ich wach werde - auch das passiert sonst eher selten. Und wenn ich dann meine Augen aufschlage, schauen mich da 2 dunkle Kulleraugen an, die schon strahlend darauf warten, dass ich checke, was ich nun zu tun habe. Aber da muss ich überhaupt nicht drüber nachdenken, denn noch bevor ich etwas sagen kann, ruft Sascha dann gleich: "Ich hab heut Geburtstag" und strahlt bis über beide Ohren.

 

Irgendwie, wie ein kleiner Junge, der sich so auf seinen Geburtstag und seine Geschenke freut!

 

Aber jetzt sollten wir doch einmal mit unserem Rezept für die Donauwelle anfangen, das wir der lieben Moni entlockt haben. Ihr solltet schon 1 Tag vor dem Backen, damit beginnen, den Pudding für die Buttercreme zu kochen, sowie die Schattenmorellen in ein Sieb zu geben, damit sie so richtig abtropfen können und nicht mehr zu schwer sind. Denn sonst sinken sie komplett auf den Boden vom Kuchenteig und er wird ganz matschig. Nicht, dass wir das nicht mögen würden, aber anders sieht der Kuchen einfach viel besser aus - eben wie eine Donauwelle.

 

Habt ihr auch einen Kuchen, auf den ihr an eurem Geburtstag nicht verzichten wollt oder könnt? Backt ihr ihn selber oder bekommt ihr diesen Kuchen immer von euren Liebsten gebacken?

 

Mal gespannt, wie das bei euch so aussieht.

 

Eure Jungs

| Torsten |



Zutaten für 1 Blech Donauwelle:

Für die Buttercreme:

750 ml Milch

1 Vanilleschote (das Mark davon)

2 Pckg. Vanillepudding

4 geh. EL Zucker

200 g Butter

Für den Schokoguss:

200 g Zartbitterkuvertüre, grob gehackt

50 g Butter

Für den Rührteig:

300 g Margarine

300 g Zucker

1 Pckg. Vanillezucker

1 Pr. Salz

6 Eier

450 g Weizenmehl Type 405

1 Pckg. Backpulver

150 ml Vollmilch

30 g Kakaopulver

2 EL Vollmilch (zusätzlich für den Kakao)

1 1/2 Gläser Schattenmorellen (über Nacht abgetropft)



Zubereitung:

  • bereitet den Pudding am Tag zuvor, nach Packungsbeilage, mit den der oben angegebenen Menge an Milch zu und rührt das Mark der Vanilleschote unter
  • stellt ihn über Nacht kühl und holt ihn zusammen mit der Butter aus dem Kühlschrank, wenn ihr mit dem Teig beginnt
  • gebt dafür, Margarine, Zucker, Vanillezucker und Salz in eure Küchenmaschine und lasst sie ganz schaumig aufschlagen
  • fügt nach und nach unter Schlagen die Eier hinzu und mischt in einer Schüssel Mehl und Backpulver und messt die Milch ab
  • rührt die Hälfte der Mehlmischung, dann die Milch und zuletzt erneut den Rest des Mehls unter die Buttermasse
  • halbiert den Teig und verrührt unter eine Hälfte den Kakao und die 2 EL Milch
  • heizt euren Backofen auf 170°C Ober-/Unterhitze vor und belegt euer Backblech mit Backpapier
  • verteilt (am besten mit einer kleinen Palette) gleichmäßig den hellen Teig und darauf den dunklen Teig auf dem Blech
  • setzt ebenfalls gleichmäßig die Schattenmorellen nebeneinander auf den Teig und backt das Blech für 30 Minuten
  • während der Kuchen komplett auskühlt, bereitet ihr die Buttercreme zu
  • entfernt zunächst die Haut vom Pudding und schlagt den Pudding gründlich auf und stellt ihn zur Seite
  • schlagt nun die Butter über 10-15 Minuten so schaumig, dass sie ganz weiss wird
  • unter mittelstarkem Schlagen gebt ihr nach und nach je 2-3 EL vom Pudding in die Maschine und verbindet diese mit der aufgeschlagenen Butter
  • wenn der ganze Pudding aufgebraucht ist, ist die Buttercreme fertig und kann komplett auf der ausgekühlten Donauwelle gleichmäßig verstrichen werden
  • über dem Wasserbad erhitzt ihr nun in einer Metallschüssel die Kuvertüre und die Butter
  • legt euch einen Dekorierkamm mit Zinken bereit
  • verteilt gleichmäßig die flüssige Schokolade über den Kuchen und bevor sie fest wird, zeichnet ihr mit dem Kamm Wellen hinein
  • stellt die Donauwelle so lange kalt, bis ihr sie servieren wollt

| Tipps von den Jungs |

Buttercreme kann ja echt schonmal eine Zicke sein, aber um ehrlich zu sein, liegt das immer an uns selber.

Was ihr tun könnt, dass eure Buttercreme immer gelingt? Lasst euch Zeit für diese Mimose.

  1. Schlagt die Butter lieber 5 Minuten länger auf, als es sein muss und erst dann rührt ihr langsam und löffelweise den Pudding unter. Das kann auch wieder einige Minuten dauern, aber seit sicher, dass es sich lohnt.
  2. Butter und Pudding sollten auf jeden Fall die selbe Temperatur (am besten Raumtemperatur) haben,  bevor ihr sie zur Buttercreme verarbeitet.
  3. Es kommt ja hin und wieder vor, dass der Pudding hier und da ein paar "Pickel" beim Kochen bekommt. Um sicher zu gehen, dass die nicht in der Creme verarbeitet werden, streicht den Pudding vor der Verarbeitung kurz durch ein Sieb.

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