Brüchermühler Kartoffelpuffert

Kartoffelbrot von Tante Ida

von | 14. April 2019 | Brot & Co, Rezepte

Heute ist es endlich soweit und wir haben für euch ein neues Rezept mit gebracht, das wir mit lieben anderen Bloggern in der Runde „All you need is …“ vorstellen können. Jeder von uns hat eines seiner liebsten Rezepte zubreitet, das dieses Mal unter dem Motto „Heimatküche“ steht. Und jeder der uns kennt weiss, dass wir immer sehr gerne Rezepte kochen und auch backen, die aus der Heimat und am besten aus der Familie stammen. Und Kartoffepuffert gehört auf jeden Fall dazu.

Kartoffelpuffert – wer hat sich das ausgedacht??

Jetzt denkt ihr bestimmt, dass ich mich verschrieben habe. Kartoffelpuffert?! Da ist doch ein T zuviel. Es heißt doch Puffer. Oder Rösti. Wegen mir auch Reibekuchen oder Hashbrowns. Aber nein. Ich habe mich definitiv nicht verschrieben!

Wobei ich gestehen muss, dass ich das Wort Kartoffelpuffert heute zum ersten Mal im Internet nachgeschaut habe. Und was soll ich euch sagen? Dieses Wort gibt es angeblich gar nicht ..! Verrückt. Denn mit Kartoffelpuffert bin ich quasi aufgewachsen. Für mich hört sich das so überhautp nicht falsch an.

Aber sei es drum Kartoffelpuffert ist ein Kartoffelbrot. Es wird aus Weizenmehl, gekochten und rohen Kartoffeln gebacken. Das Rezept stammt von der guten Tante Ida. Sie war – ich hoffe, ihre Familie ist mir da jetzt nicht böse – die so genannte Zeitung von Brüchermühle.



Das leckerste Kartoffelbrot direkt aus Torstens Heimat.

Sie hatte ein kleines Elektrowarengeschäft und man konnte wirklich alles bekommen, das in diese Kategorie fällt. Von Batterien bis hin zu Waschmaschine. Und obendrein bekam jeder, der sie auch nur so dort besuchte, den neuesten Dorfklatsch mit. Eine weitere Leidenschaft war das Backen. Und an oberster Stelle stand der Kartoffelpuffert, mein allerliebstes Kartoffelbrot.

Sie stellte immer Teig für viele Brote her und brachte sie zu unserem Dorfbäcker, der sie alle gemeinsam in seinen Ofen schob und für sie buk. in ihrem normalen Ofen hätte sie vermutlich ein paar Tage daran gebacken. Und immer wenn solch ein Backtag gekommen war, durfte sich der Opa Günter gleich eines bei Tante Ida abholen. Ich brauchte damals nichts anderes, als Kartoffelpuffert mit „guter“ Butter darauf.

Idas Kartoffelpuffert ist zwar niemals in Vergessenheit geraden, aber nachdem sie gestorben war, hat es auch vermutlich kaum noch jemand wieder gebacken. Zum Glück hatten wir das Thema irgendwann einmal vor ein paar Jahren bei meiner Muddi zu Hause. Und da sagt die Oma Lore doch ganz trocken so nebenbei, dass sie das Rezept von der Ida bekommen hätte.



Warum sie selber es nie gebacken hat? Sie hat meistens einfach ihre eigenen Rezepte gekocht und gebacken. Da konnte sie die Zeit immer perfekt vorher einplanen und es gab keine Überraschungen. Aber jetzt braucht sie das ja auch nicht mehr zu tun. Wir beide haben das Rezept gesichert und Idas Kartoffelpuffert schon einige Male gebacken. Und jetzt ist die Gelegnehit richtig und das leckere Kartoffelbrot kommt auf den Blog.

Ein passenderes Thema, als Heimatküche, hätten wir dafür gar nicht finden können, oder?!


Außer unserem Kartoffelbrot findet ihr heute ganz viele spannende Gerichte aus den jeweiligen Heimatküchen. Das verspricht doch einen tollen bunten Mix aus Klassikern aus ganz Deutschland

Hier kommen die passenden Links:

Kleiner Kuriositätenladen | Hamburger Pannfisch
Langsam kocht besser | Westfälische Kaffeetafel mit Stuten & Schwarzbrot
Kartoffelwerkstatt | Selbstgemachter Bibiliskäs mit Wurstsalat und Brägele
Küchenmomente | Westfälische Herrencreme mit Eierlikör
Gernekochen | Weggen/Emsländischer Rosinenstuten
Zimtkeks und Apfeltarte | Weltbester hessischer Schmandkuchen nach dem Familienrezept von Babba
Ninamanie | Fränkischer Sauerbraten
Fräulein Glücklich | Was ist Heimat? {Zillertaler Krapfen}
Ina Is(s)t | Hessischer Kartoffelsalat mit Brühe und Schmand
Teekesselchen Genussblog | Himmel un Äd (vegan)
Foodistas | Westfälische Götterspeise
Kohlenpottgourmet | Dicke Bohnen Eintopf
Naschen mit der Erdbeerqueen | Grünkernbratlinge
Ye Olde Kitchen | Schwäbischer Hefezopf
Küchenlatein | Ofenkater – Birnen-Speck-Auflauf
Patrick Rosenthal | Rhöner Weckbraten
Kleines Kuliversum | Kniddlen – luxemburgische Mehlklöße mit Vinaigrette
Zimtkringel | Leberspätzle
Volkermampft | Großmutters Paprikahuhn – Soulfood für die letzten kalten Tage
Küchenliebelei | Grüner Kuchen
Labsal Liebe | Dugh – Persisches Nationalgetraenk mit selbst gemachtem Joghurt
Brotwein | Wurstsalat bayrisch mit Essig-Öl-Dressing
Linal’s Backhimmel | Bayrisches Schmalzgebäck – Auszogne
Lebkuchennest | Huckelkuchen


Probiert das Rezept aus und gebt uns ein Feedback, wie es euch geschmeckt hat. Aber ich glaube, dass Puffert jedem schmeckt 😉 denn wer mag bitte kein Kartoffelbrot?!

Eure Jungs


Kartoffelpuffert

Rezept für Brüchermühler Kartoffelpuffert. Ein saftiges Kartoffelbrot aus Torstens Heimatküche. Tante Ida hat genau dieses Brot immmer zubereitet.
Vorbereitungszeit: 40 Minuten
Zubereitungszeit: 1 Stunde 40 Minuten
Gehzeit: 1 Stunde
Arbeitszeit: 2 Stunden 20 Minuten
Gericht: Brot
Land & Region: Deutschland
Keyword: Heimatküche, Kartoffelbrot
Portionen: 1 Kastenform

Zutaten

  • 350 g Kartoffeln, roh & gerieben
  • 150 g Kartoffeln, gekocht
  • 1 Würfel Hefe
  • 1 TL Zucker
  • 250 ml Milch, lauwarm
  • 1 Ei
  • 750 g Weizenmehl Type 405
  • 2 TL Salz
  • 50 g Butter, weich

Zubereitung

  • Schält am besten erst einmal alle Kartoffeln und kocht nun die dafür vorgesehene Menge mit etwas Salz im Wasser. In der Zwischenzeit reibt die restlichen Kartoffeln mit einer Reibe (ist schon etwas mühsam, aber das Brot wird leckerer, als wenn ihr sie im Mixer zu Muß verarbeitet). Es ist nicht schlimm, wenn die Kartoffeln beginnen zu oxidieren und ihre Farbe verändern, sollten die Salzkartoffeln noch nicht fertig sein. Also keine Panik bekommen 😉
  • Sobald aber die Kartoffeln gar sind, stampft sie zu einem Kartoffelbrei und gebt dann die rohen Kartoffeln dazu.
  • Nun löst den Hefewürfel in etwas lauwarmem auf und gebt sie mit den anderen Zutaten zur Kartoffelmixtur. Knetet den Teig mit einer Küchenmaschine gründlich zu einem noch leicht flüssigem Teig. Wer sein Puffert später etwas kompakter haben möchte, kann aber gerne noch etwas mehr Mehl hinzufügen. Dem Geschmack tut das keinen Abbruch…
  • Wir haben noch eine uralte Kastenform von meinen Großeltern. Wenn ihr „nur“ eine normale Kastenform habt , dann reicht auch diese. Also kommt der Teig nun auch in diese gefettete Kastenform!
  • Lasst nun das Brot an einem warmen Ort so lange gehen, bis der aufgegangene Teig die Form fast ausgefüllt hat, das sollte nach ca. 1 Stunden der Fall sein. 
  • Heizt den Backofen auf 220°C Ober-/Unterhitze (keine Umluft), stellt eine feuerfeste Form mit Wasser und/oder Eiswürfeln auf den Backofenboden und lasst die Brote für ca.10 Minuten backen. Jetzt reduziert die Temperatur auf 180 Grad und backt das Kartoffelbrot nochmal ca. 90 Minuten.
  • Durch die Flüssigkeit, die die Kartoffeln dem Teig geben, sollte die Kruste oben niemals zu dunkel werden, wer allerdings glaubt, es reicht jetzt an Farbe, der legt einfach etwas Alufolie darauf.
  • Jetzt nehmt den Kartoffelpuffert noch warm aus der Form und lasst ihn auf einem Kuchengitter auskühlen. Wir können aber meist nicht so lange warten und genießen die ersten Scheiben noch leicht warm!
Habt ihr das Rezept ausprobiert?Erwähne @diejungskochenundbacken oder nutze #rezeptvondenjungs!

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Torsten

Autor & Orga


Whisky | Sport | Familie


28 Kommentare

  1. 5 stars
    Ich wollte heute sowieso noch Brot backen – dann nehme ich doch gleich dieses leckere Rezept!
    Danke euch fürs Teilen!
    Liebste Grüße von Martina

  2. Ja, ich geb´s zu, ich hatte jetzt auch irgendwas aus der Pfanne erwartet. Umso spannender finde ich das Kartoffelbrot! Hoffentlich wäre es Eurer Tante Ida recht, wenn Sie wüßte, dass es jetzt wahrscheinlich in Schwaben nachgebacken wird.
    Liebe Grüße
    Simone

  3. Hallo Jungs, Kartoffelbrote habe ich nun auch mittlerweile ausprobiert und kannte diesen Namen so auch noch nicht. Kartoffelpuffert – aber irgendwie klingt es witzig, weil man ja eigentlich etwas anders dahinter vermutet. Witzige Geschichte über Eure Tante Ida. Liebe Grüße Dani

  4. Was für ein interessantes Brot, noch nie gehört, klingt aber nachahmenswert. Ich kenne Puffer entweder als Kuchen oder in Kombination mit Kartoffel eben als Reibekuchen. Frau lernt eben nie aus.

  5. Ihr Lieben,

    ich war zuerst total verwirrt, aber jetzt bin ich total begeistert.

    Sieht zum Reinbeissen lecker aus.

    herzliche Grüße

    Susan

  6. Kartoffelbrote mit gekochten Kartoffeln habe ich schon häufig gebacken. Auch noch rohe hineinzutun habe ich bisher noch nicht ausprobiert. Vielen Dank für das Rezept, lieben Gruß Sylvia

  7. Das Brot sieht wunderbar saftig aus! Und man kann wunderbar auch die übrig gebliebenen Salzkartoffeln drin verwenden, denke ich mir…

  8. Hallo ihr Lieben,

    was für ein tolles Brot. Ich liebe Kartoffelbrot und eure Variante sieht und klingt einfach großartig. Das werde ich auf jeden Fall nachbacken.

    Lieben Gruß aus Kanada
    Ina

  9. Tja, Jungs – ein Volltreffer würde ich sagen 🙂 . Das Rezept liest sich super und das Brot sieht herrlich locker aus. Meine Männer lieben alle Arten von Kartoffelbroten – also werde ich eures oder besser Tante Idas Kartoffelpuffert (putziges Wort) auf jeden Fall nachbacken.

    Liebe Grüße
    Tina

  10. das klingt unheimlich lecker! Perfekt – lieben Gruß Patrick

  11. Ohhh, ein Hoch auf Tante Ida! Das Brot klingt super gut und ich liebe Eure Geschichte dazu! Rundum großartig!
    Liebe Grüße aus Nordhessen
    Marie-Louise

  12. Hallo Martina,
    Zum Glück hat unser Kartoffelpuffert keine ungewöhnlichen Zutaten im Rezept.
    Wir hoffen, es hat geschmeckt. Wir sind gespannt :-).
    Vielen Dank fürs Nachbacken.
    Deine Jungs

  13. Wir glauben, dass sie sich wie Bolle freuen würde.
    Toll, dass es ihr Kartoffelpuffert bis nach Schwaben geschafft hat.
    Vielen Dank dafür liebe Simone :-).

  14. Hi Dani,
    das dachten wir uns schon, dass die meisten ein zweites Mal schauen
    bei dem Namen. Aber wir hoffen, dass Dir unser Rezept gefällt. Bist
    ja quasi eine Kartoffelexpertin :-).

  15. Coole Idee! Ich bin gerade zu Besuch bei meiner Schwester, die ganze Familie hockt auf einem Haufen zusammen und wir sind die ganze Zeit nur am Essen. Damit alle satt werden, werde ich definitiv dieses Brot nachbacken. Morgen gehts direkt einkaufen dafür.
    Nomnomnom
    Liebe Grüße
    Juli

  16. Das ist schon manchmal verrückt mit der (quasi) Mehrdeutigkeit von Worten.
    Aber toll, dass unser Puffert Dein Interesse geweckt hat. Vielen Dank Ulrike :-).

  17. Oh wie großartig.
    Wir sind wirklich sehr happy, dass unser bzw. Tante Idas Kartoffelpuffert
    so gut ankommt.
    Vielleicht probierst Du es ja mal aus. Sind gespannt, wie es Dir dann
    schmeckt.
    Deine Jungs

  18. Hallo Sylvia,
    das ist dadurch toll, da sie einiges an Flüssigkeit mitbringen.
    Daher bleibt das Brot so schön saftig.
    Liebe Grüße
    Deine Jungs

  19. Das ist wirklich perfekt.
    Oma Lore hat daraus immer Bratkartoffeln für
    abends gemacht. Aber wie im Puffert zu verwenden
    ist nochmal so gut ;-).

  20. Liebe Ina,
    das würde uns beide wirklich sehr freuen.
    Und wenn Du das noch in Kanada machst, würde
    Tante Ida bestimmt das ganze Dorf auf Trab halten
    mit dieser Neuigkeit 😃.
    Liebe Grüße und habt eine schöne Zeit.
    Deine Jungs

  21. Liebe Tina,
    das wäre wirklich super, wenn Du es ausprobierst.
    Wir sind sicher, Deine Männer werden auch das lieben.
    Wenns soweit ist, sind wir gespannt auf Deine Meinung.
    Liebe Grüße
    Deine Jungs

  22. Auch einen lieben Gruß an Dich lieber Patrik.
    Vielen Dank :-).

  23. Oh ja … bei diesem Hoch sind wir dabei :-).
    Danke Dir, dass Dir Tante Idas Puffert gefällt.
    Liebe Grüße aus Köln,
    Deine Jungs

  24. Hallo Juli,
    Ach wie toll ist das denn?!
    Da sind wir super gespannt, was Du sagst.
    Würden uns sehr über ein Foto freuen, wie
    es geworden ist.
    Ganz liebe Grüße,
    Deine Jungs

  25. Haha, ich wollte schon im Vorwege fragen, ob sich da aus Versehen ein T zuviel reingeschummelt hat, denn ich hab auch Kartoffelpuffer aus der Pfanne erwartet.
    Ein wunderbares Kartoffelbrot, das werde ich auf jeden Fall demnächst probieren!

  26. Da hat Oma Lore das Rezept und lässt das mal „so nebenbei“ einfliessen- so sind se, die Omas („warum soll ich sagen, dass ich das Rezept habe ? Hab doch meine eigenen ??“) Aber gut, dass Ihr Euch des Brotes angenommen habt – nun ist es wieder da und das ist gut so- es sieht phantastisch aus ! Und ja, ich kenne NIEMANDEN, der kein Kartoffelbrot mag !

    Ganz lieben Gruß und ein Hoch auf Ida,
    Stephie

  27. Bitte einen großen Laib per Express zu uns, damit wir ganz dick Butter drauf streichen können und vielleicht noch ein bisschen Schnittlauch. Herrliches Rezept und eine schöne Geschichte dahinter.
    Liebe Grüße
    Eva und Philipp

  28. Was für ein tolles Brot ihr da wieder gebacken habt! Wenn das nur halb so gut schmeckt, wie es aussieht … 😉
    Liebe Grüße
    Caroline

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