“Kulinarische” Kindheitserinnerungen sind ja immer so eine Sache, die uns immer wieder mal dazu bringen, mit den Grundzutaten Rezepte zu entwickeln, die dann am Ende überhaupt nichts mehr mit dem zu tun haben, wie der Ursprung war. So ging es uns auch bei der heutigen Vorspeise, die wir euch vorstellen möchten.
Torsten’s Oma hatte früher immer einen recht fest gelegten Speiseplan. So gab es an Samstagen meistens “Quellmänner mit Heringstipp”, Reibekuchen, Knudeln mit Eisbein oder in der Herbstzeit Linsen-, Bohnen- oder Erbsensuppe. Alles Gerichte, die wir beide auch heute noch lieben und es schätzen, wenn jetzt Torsten’s Mama diese Gerichte nach Omas Rezepten (zum Glück nicht mehr ganz so gehaltvoll), hin und wieder zubereitet. Und obendrein freut sich Oma darüber :-).
Der Auslöser für unser Gericht war dieses Mal die Linsensuppe. Wir beide mögen Linsen wirklich gerne, aber da die kleinen Dinger normalerweise erst quellen müssen und das Zeit in Anspruch nimmt, die wir oft nicht haben, greifen wir lieber auf die Tage zurück, wenn Muddi sie auf den Teller bringt ..!
Da Belugalinsen aber nicht quellen müssen, sondern einfach direkt gekocht werden können, haben wir unser kleines Rezeptbuch geholt und einfach mal ein paar Zutaten aufgeschrieben, die zusammen passen könnten und losgelegt …
Belugalinsen mit Feige und Ziegenkäse
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Zutaten
- 250 g Belugalinsen
- 1 Rolle Ziegenkäse
- Honig
- Petersilie glatt
- 6 frische Feigen
Für das kalte Dressing und das Feigenpüree:
- 150 g griechischer Joghurt
- 2 EL scharfer Senf
- 1 TL Honig
- 50 ml Milch
- 1 TL Kürbiskernöl
- 1 1/2 TL Kreuzkümmel
- 1 TL Salz
- 1 Knoblauchzehe gepresst
- 2 frische Feigen
- 6 TL roter Feigensenf
Anleitungen
- in einer Schale verrührt ihr die Zutaten von Joghurt bis Knoblauchzehe gründlich miteinander zu einem Dressing
- in einem kleinen Schälchen vermischt ihr das Fruchtfleisch der 2 Feigen mit dem Feigensenf - stellt Dressing und Püree zur Seite
- entfernt von den übrigen 6 Feigen knapp die Spitze und schneidet jede kreuzweise ein, klappt sie leicht auf und stellt sie auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech (offene Seite nach oben)
- heizt euren Backofen auf 200°C Ober-/Unterhitze vor
- gebt die Linsen mit der 3-fachen Menge an Wasser in einen Topf und kocht sie für ca. 20 Minuten
- nachdem die Linsen 4 Minuten köcheln, schiebt ihr die Feigen auf die mittlere Schiene eures Backofens und backt sie für 13 Minuten
- währenddessen zerbröselt den Ziegenkäse in ein Schälchen und bereitet eure Teller vor, indem ihr den Rand mit dem Feigenpüree verziert
- die bissfesten Linsen nach der Garzeit abseihen und mittig auf die Teller verteilen - mit Dressing beträufeln
- setzt je 1 gebackene Feige auf das Linsenbett, lasst etwas Honig darüber laufen und verteilt den Ziegenkäse auf den Linsen
- garniert mit Petersilie und etwas Feigenpüree
Und ganz ehrlich … Auch wenn euch die Zeit wegläuft und die Linsen oder die Feige nicht heiß serviert werden, wird das überhaupt nichts ausmachen. Nennt es dann einfach einen Linsensalat. Er schmeckt kalt genauso gut, wie heiß. Das können wir euch versichern!!
Wir hoffen, dass wir euch hiermit eine schöne Variante für ein Linsengericht zeigen können und ihr Lust bekommen habt, es nach zu kochen. Also viel Spaß beim zubereiten und lasst es euch schmecken.
Eure Jungs