Es gibt über das Jahr verteilt so einige Produkte, die es frisch nur saisonal gibt. Und da gehört der Bärlauch auf jeden Fall dazu. Leider haben wir gar nicht so viele Rezepte bei uns auf dem Blog, weil wir oftmals einfach zu langsam waren in den letzten Jahren. Und warum wir jetzt darauf gekommen sind, Bärlauchknödel zu kochen, das erzählen wir euch gleich.


Auf Bärlauch freuen wir uns immer ganz besonders. Warum? Vermutlich weil die Saison nicht wirklich lang ist und es ihn oft in den Supermärkten nicht zu kaufen gibt. Aber auf dem Wochenmarkt, bei Muddi im Garten oder auch im Wald können wir doch immer etwas finden. Und auch heute werden wir uns, weil wir schon alles für unsere Bärlauchknödel verbraucht haben, nochmal auf die Suche danach machen. Wir brauchen nämlich dringend ein neues Glas Bärlauchpesto.

Bärlauch ernten

Was ist zu beachten?

Wenn ihr bisher nicht die aktivsten Bärlauch-Pflücker seid, dann solltet ihr ein paar Dinge beachten, wenn ihr im Wald danach Ausschau haltet. Bärlauch ähnelt nämlich dem Maiglöckchen. Und das ist ja bekanntermaßen giftig. Ihr wollt ja nicht versehentlich das falsche Kraut für unsere Bärlauchknödel verarbeiten. So findet ihr heraus, ob es auch wirklich Bärlauch ist:

  • wenn ihr ein Blatt knickt und/oder zwischen den Fingern reibt, riecht es sehr stark nach Knoblauch
  • die Blätter vom Bärlauch sind von der Unterseite matt und nicht glänzend
  • Bärlauch wächst aus einer Knolle (ihr könnt ja mal vorsichtig etwas Erde wegnehmen, um zu schauen)
  • das Maiglöckchen treibt erst ab etwa Mitte April aus. Der Bärlauch beginnt schon Anfang/Mitte März (daher ist der März die leichtere Zeit für die Ernte – dennoch die anderen Tipps bedenken)

So haben wir uns aufgemacht, in ein kleines Wäldchen. Nur einen kleinen Radtrip entfernt und haben nach Bärlauch gesucht. Die Stimmung dort war magisch und diese Zeit zu zweit im Wald war nicht nur ergiebig, sondern auch echt gut für die Seele! Wir können es euch nur empfehlen.



Warum Bärlauchknödel?

Bärlauchknödel sind jetzt gar nicht etwas, das wir von zu Hause kennen. Um ganz ehrlich zu sein, wurde bei unseren Eltern und Großeltern Bärlauch fast überhaupt nicht in der Küche verwendet. Wir beide allerdings kochen wirklich gerne mit dem Kraut, das so sehr nach Knoblauch schmeckt, aber bei dem der Knoblauchatem einfach weg bleibt.



Dabei fällt mir ein, dass wir vielleicht mal ein Bärlauch-Tzatziki ausprobieren sollten. Der Geschmack müsste vermutlich passen, nur die Farbe könnte ein wenig irritieren. Aber: Augen zu und durch! So schnell hat man halt auch ne neue Idee im Kopf ….

Aber zurück zum Thema {wird sich Sascha jetzt beim Korrekturlesen bestimmt denken! – korrekt!!!!}. Wir sind ja wirkliche Liebhaber von Kartoffel-, Semmel- oder Serviettenknödeln. Allerdings haben wir bisher nur die Serviettenknödel selber gemacht. Und bei dem Gedanken, endlich einmal ganz normale Semmelknödel zu kochen, fiel uns ein Rezept für eine Bärlauchsauce auf, das gerade auf Instagram gezeigt wurde. Daraus dann die Idee den Bärlauch einfach im Knödel zu verarbeiten – es sind halt Knödel! Die schmecken in jeder Form und Variante. Quasi ein sicheres Ding!



Nach dem ersten Kosten können wir nur sagen – OH JA! Das ist ein Volltreffer und wir haben diese wunderbaren Bärlauchknödel sowas von genossen. Hier kommt also das Rezept und damit vielleicht ein Grund für einen Trip in den nächsten Wald – oder Markt.

Eure Jungs


Bärlauchknödel in Butter

Bärlauchknödel in Butter

Rezept für Bärlauchknödel in Butter. Da wir Bärlauch lieben, haben wir nicht nur ein tolles Rezept, sondern auch gute Tipps fürs Bärlauchpflücken.
Vorbereitungszeit 15 Min.
Zubereitungszeit 20 Min.
Ruhezeit 30 Min.
Gericht Beilage, Hauptgericht, Snack
Land & Region Deutschland, Österreich
Portionen 8 Knödel

Zutaten
  

Die Bärlauchknödel

  • 300 g altbackene Brötchen gewürfelt
  • 200 ml Vollmilch
  • 1 EL Butter
  • 1 Zwiebel fein gewürfelt
  • 3 Eier (L)
  • 100 g frischer Bärlauch fein gehackt
  • 1 TL Salz
  • 1/4 TL Pfeffer frisch gemahlen
  • 1 Prise Muskat je nach Geschmack auch gerne etwas mehr …

Die Butter

  • 200 g Butter

Anleitungen
 

Die Bärlauchknödel

  • Während ihr die Brötchen in kleinere Würfel schneidet, erhitzt ihr die Milch in einem Topf auf dem Herd kurz. Gebt die Brötchenwürfel in eine Schüssel und übergießt sie mit der warmen Milch. Mengt, am besten mit den Händen, die Würfel richtig durch, damit die Milch auch alle Würfel einweichen kann. Lasst die Masse nun erst einmal stehen.
  • Erhitzt nun in einer Pfanne etwas Butter und bratet darin die Zwiebelwürfel glasig an, bevor ihr sie über die Brötchenwürfel gebt. Fügt nun noch die Eier, den Bärlauch und die Gewürze hinzu und mengt alles nochmal gründlich um und formt mit leicht feuchten Händen, 8 runde und feste Knödel daraus. Die dürfen jetzt für 30 Minuten ruhen.
  • Bringt Salzwasser in einem großen Topf zum Kochen und bevor ihr die Knödel vorsichtig ins Wasser gebt, reduziert die Temperatur, so dass das Wasser nur noch siedet. Es sollte auf keinen Fall mehr sprudelnd kochen, denn dann können die Knödel etwas auseinanderfallen.
  • Lasst die Bärlauchknödel für ca. 15-20 Minuten im Wasser garen und gebt sie zum Abtropfen auf etwas Küchenkrepp.

Die Butter

  • Lasst die Butter in einer Pfanne oder einem Topf schmelzen und lasst sie auf mittlerer Temperatur nur ganz leicht bräunlich werden. Nehmt sie dann vom Herd und serviert sie gemeinsam mit den heißen Bärlauchknödeln.
  • Lasst es euch schmecken …

Tipp von den Jungs

Noch 3 Tipps von uns fürs Zeit- bzw. Mengenmanagement.
  1. Zum Einen könnt ihr, um Zeit in der Vorbereitung zu sparen, die Knödel auch schon am Tag zuvor rollen und mit einem Wachstuch oder Folie abgedeckt bis zum Kochen im Kühlschrank aufbewahren. Nehmt sie dann aber etwa eine Stunde vor dem Kochen heraus, damit sie etwas Temperatur bekommen.
  2. Zum Anderen könnt ihr die Knödel auch super einfrieren. So könnt ihr eine größere Menge zubereiten und dann im Froster aufbewahren, bis ihr euch einen nach dem anderen heraus holt.
  3. Und solltet ihr einen Dampfgarer besitzen, dann legt die gerollten Knödel einfach auf ein Lochblech und  dampgart sie bei 100 °C für ca. 13 Minuten.
 
Stichwörter Bärlauchknödel | Knödel | Semmelknödel
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Torsten

Torsten

Orga-Meister, Autor & Whisky-Lover

Das Kochen und Backen wurde mir schon von Oma Lore und Muddi in die Wiege gelegt.
Außerdem bin ich perfekt darin, Saschas Chaos im Griff zu halten!


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