Frühstücksbrötchen

nach Julias Rezept



Noch früh genug vor Ostern möchten wir euch heute ein tolles Rezept zeigen, das ihr für euren Osterbrunch oder euer Osterfrühstück nicht verpassen solltet. Erst mal erzählen wir euch aber, wie wir auf das Rezept gestoßen sind.

Weil ich ja der Brot- oder auch Brötchenbäcker von uns beiden bin, habe ich ja schon so einige Rezepte ausprobiert und wir beide waren auch immer sehr begeistert, über den Geschmack, die Konsistenz und natürlich auch über die Geschwindigkeit, in der ich süße oder auch weniger süße Frühstücksbrötchen gebacken habe. Warum die Geschwindigkeit aber auch ein großes Hindernis für wirklich perfekte Frühstücksbrötchen haben kann, das erzähle ich euch gleich.

Als ich letzte Woche mit Sascha morgens beim Sport war und erst mal zum Warmmachen, auf dem Fahrrad saß, hatte ich Zeit, ein wenig in Facebook herum zu stöbern. Dabei sieht man immer das eine oder andere tolle Rezept von unseren Bloggerfreunden, das einem auch zu so früher Stunde oftmals das Wasser im Mund zusammen laufen lässt. Trotzdem „tue“ ich mir das jeden Morgen „an“. Zum Einen will ich informiert bleiben, was die Kollegen so leckeres zaubern und zum Anderen bringt sowas manchmal eine Idee zu Tage, die man vielleicht immer schonmal machen wollte. Das gibt einem dann den Auslöser, es auszuprobieren.

 

Am Samstag hat es mir Julia von Zartbitter & Zuckersüß angetan. Beziehungsweise ihre so „yummy“ aussehenden Brötchen. Aber das Aussehen ist ja nicht alles, dachte ich mir. Also sofort rüber auf ihren Blog und gelesen, wie sie sie gemacht hat. Im ersten Moment war ich leicht abgeschreckt, denn jetzt kommt der Faktor Geschwindigkeit ins Spiel. Julia backt diese Brötchen mit nur 1/2 Gramm frischer Hefe. Eine so kleine Menge bedeutet zwei Dinge; erstens dauert die Zubereitung beziehungsweise der Gehprozess ein wenig länger, als wenn ich bei 500 Gramm Mehl mit einem halben Päckchen Hefe arbeite, aber zweitens heißt das auch, dass die Brötchen gar nicht so stark nach Hefe schmecken, wie es bei der „schnellen“ Zubereitung der Fall ist. Nicht, dass wir keinen Hefegeschmack lieben würden, aber wer mag nicht gerne richtige Brötchen, die schmecken, wie vom Bäcker?!

 

Kurz nachgedacht und mir überlegt, dass wenn ich sofort nach dem Sport den Teig ansetzte (was wirklich kein Hexenwerk ist), dann könnten wir Julias Frühstücksbrötchen sofort am nächsten Morgen essen. Da wir am Samstag eh den ganzen Tag in der Küche beschäftigt waren, um neue Rezepte auszuprobieren, war das also kein Problem.

Gesagt, getan ... auch wenn Sascha mich für verrückt erklärt hat, denn wie gesagt, hatten wir schon einiges geplant. Aber was soll ich lange um den heissen Brei herum reden?! Wir und auch Karo und Saschas Bruder Björn waren einfach begeistert. Sie schmeckten genau, wie vom Bäcker. Ein absoluter Traum, wenn man auf richtige Brötchen steht, die außen kross und innen so fluffig sind, wie man es kennt.

 

Daher hab ich mir gedacht, wir müssen euch dieses „geklaute“ Rezept sofort zeigen und legen euch den Blog von der lieben Julia wärmstens ans Herz.

 

Jetzt aber erst einmal zu ihrem Rezept, damit ihr es auch nach backen könnt. Wir sind sicher, dass es sich lohnt, sie auszuprobieren. Ihr werdet begeistert sein und wir gespannt, was ihr sagt, wenn ihr sie das erste Mal gegessen habt.

 

Eure Jungs

| Torsten |



Die Zutaten:

500 g Weizenmehl Type 550

300 ml Wasser

10 g Salz

0,5 g frische Hefe

15 g weiche Butter


Die Zubereitung:

  • stellt euch alle Zutaten bereit
  • mit ein wenig vom Wasser, löst ihr die Hefe in einer kleinen Schale auf
  • in eurer Rührschüssel vermischt ihr die weiche Butter und das Salz mit dem übrigen Wasser
  • gebt nun das Mehl dazu und oben drauf, das Hefewasser
  • knetet nun alles zu einem glatten, aber noch klebrigen Teig
  • deckt die Schüssel mit Frischhaltefolie und am besten zusätzlich, einem Teller ab, damit der Teig luftdicht verpackt ist
  • die folgenden 12 Stunden faltet ihr ihn immer wieder ... von außen in die Mitte - einmal herum und verschließt ihn wieder (wir haben das ungefähr 1x pro Stunde gemacht)
  • in den nächsten 12 Stunden lasst ihr den Teig einfach ruhen oder ihr faltet ihn, weil es euch soviel Spaß macht, nur noch ganz wenige Male
  • gebt den Teig auf eure leicht bemehlte Arbeitsfläche und stecht kleine (oder größere) Teiglinge ab
  • bemehlt ebenfalls ein sauberes Küchentuch, auf das ihr sie nun zum letzten Gehen legt, nachdem ihr auch die Teiglinge ein wenig bemehlt habt
  • deckt sie mit einem weitern Tuch ab und lasst sie 1 Stunde gehen
  • heizt dann euren Backofen auf 250°C Ober-/Unterhitze vor und schiebt 2 Backbleche zum Aufheizen mit hinein
  • setzt die Teiglinge auf Backpapier, nehmt ein Blech heraus und zieht das Backpapier auf das im Ofen gebliebene
  • schiebt dann sofort das andere heiße Blech umgedreht über das Brötchenblech, damit noch ein wenig mehr Hitze entsteht
  • reduziert die Temperatur sofort auf 230°C
  • nach 5 Minuten nehmt ihr das obere Blech heraus und backt die Brötchen für weitere 15 Minuten
  • 2-3 Minuten vor Ende der Backzeit, öffnet ihr kurz die Ofentüre und lasst den Dampf entweichen
  • nehmt das Blech aus dem Ofen und lasst die Brötchen abkühlen, sofern ihr nicht sofort ein ganz heißes essen wollt 

| Tipps von den Jungs |

Unsere Tipps sind heute gar nicht von uns, denn Julia macht es so, dass sie jedes Mal, wenn sie in den ersten 12 Stunden am Teig vorbei geht, ihn von aussen nach innen faltet.

Warum das Falten so wichtig ist, das lest ihr am besten auf Julias Rezeptpost. Außerdem zeigt sie euch dort, wie ihr das Falten macht.


Hier noch einmal der Link zum Rezept von Zartbitter & Zuckersüß und vielen Dank an Dich, Julia, für das überragende Rezept!


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