Oma Lores Sauerbraten

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Vom 92. Geburtstag unserer Oma Lore haben wir euch ja schon berichtet; und dass wir ihr eine Obsttorte nach ihrem alten Rezept gebacken haben, die sie sich so sehr gewünscht hatte, ist auch nicht neu. Aber wir wollten sie auch noch mit etwas überaschen. Und zwar zum Mittagessen. Klar. Auch dieses Rezept stammt von ihr …

Oma Lores Sauerbraten!

 

Da gibt es ja so einige Rezepte, die sich so aufrecht halten. Zum Beispiel der Rheinische. Der, der ohne Rosinen nicht auskommt. Wir dafür um so lieber ..! Nicht, dass wir keine Rosinen mögen, aber im Sauerbraten, haben die bei uns nichts verloren. Und auch, wenn einige sagen, dass er traditionell aus Pferdefleisch zubereitet wird, tun wir das nicht.

 

Also fassen wir zusammen: Rind und ohne Rosinen!

 

Aber auch hier gibt es ja verschiedene Stücke, die man für einen Braten nutzen kann. Soll es lieber ein Stück Tafelspitz oder doch von der Nuss sein? Und damit wir uns da ganz sicher sein können, was wir euch empfehlen, haben wir einfach beides versucht, denn wir hatten die Möglichkeit, uns diese beiden Bratenstücke im GenussWert Shop für diesen Versuch zu bestellen.

 

Wie die Omma, Torstens Mutter und nun auch wir Oma Lores Sauerbraten zubereiten, das sagen wir euch jetzt. 

Woran ihr aber sofort denken solltet: Unser Sauerbraten braucht schon eine ganze Woche, bis er so richtig durchgezogen ist, damit er seinen typischen Geschmack erhält.

 

Und damit das ganze auch wirklich stilecht ist, haben wir das gute Stück auf Omas Küchentisch mit klassischer Küchenbank abgelichtet ...


Diese Zutaten benötigt ihr dafür:

3 kg Rinderbraten (Tafelspitz und/oder Nuss)

3 Gemüsezwiebeln, in Scheiben geschnitten

10 Pfefferkörner, angedrückt

8 Pimentkörner, angedrückt

8 Wacholderbeeren, angedrückt

4 Lorbeerblätter

2 l Buttermilch

200 ml Weissweinessig

2 EL Zuckerrübensirup



  • gebt die Bratenstücke in ein verschließbares Behältnis oder Topf mit schwerem Deckel
  • fügt alle anderen Zutaten hinzu - das Fleisch sollte mit der Flüssigkeit bedeckt sein
  • lagert das Fleisch für 1 Woche kühl, und dreht es unterdessen nur 3-4 Mal
  • nehmt den Sauerbraten aus der Buttermilch und tupft ihn mit Küchenpapier ab
  • erhitzt in einem großen Topf soviel Butterschmalz, dass der Boden gut bedeckt ist
  • bratet das Fleisch von jeder Seite ganz scharf an und legt es vorübergehend zur Seite
  • seiht die Zwiebeln ab, fangt dabei die Flüssigkeit auf und Entfernt die Gewürze
  • bratet nun in demselben Topf die Zwiebeln ebenfalls scharf an (gerne auch etwas dunkler) und legt das Fleisch auf die Zwiebeln
  • gebt nun 2-3 Kellen der Flüssigkeit dazu und lasst es bei leicht geöffnetem Deckel bei mittlerer Temperatur braten
  • wiederholt das 2 Mal und wendet das Fleisch dabei
  • fügt den Rest der Buttermilch hinzu und lasst das Fleisch ca. 1,5 Stunden garen
  • ab und zu wendet ihr das Fleisch und legt es zum Schluss wieder beiseite
  • püriert die Zwiebeln mit der Sauce, rührt Zuckerrübensirup unter und schmeckt mit Salz ab


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Tipp ... Tipp ... Tipp:

 

Wenn ihr keinen Pürierstab zur Hand habt, dann könnt ihr genauso gut eine Flotte Lotte dafür nutzen, um die Zwiebeln für die Sauce "klein zu bekommen" oder ihr streicht sie einfach durch ein feinmaschiges Sieb.


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In Saschas Heimat ist der Sauerbraten gar nicht so weit verbreitet. Wo sich aber beide Regionen absolut einig sind, sind Kartoffelklöße aus gekochten und rohen Kartoffeln. Die heißen sogar gleich: „Kartoffelklöße halb und halb“! Verrückt, hat doch das Saarland, das ja nebenan von Saschas Heimat liegt, den Namen „Hooriche“ dafür im Dialekt verankert. Eigentlich auch viel schöner, oder?!

 

Naja. Auf jeden Fall gehören zu Omas Sauerbraten genau diese Klöße. Keine Nudeln, keine Kartoffeln, kein Reis. Warum sollte man auch etwas ändern, das sich so lange bewährt hat.

 

Aber was ist mit unserem Versuch geworden, die Nuss und den Tafelspitz gegeneinander ins Schmor-Rennen zu schicken? Da gibt es eine ganz klare Entscheidung - zumindest für uns.

 

Der Tafelspitz ist weitaus zarter und weicher durch die etwas gröberen Fasern. Das Fleisch zerfällt quasi schon, wenn man mit dem Messer in die Nähe kommt. Bei der Nuss ist es so, dass das Fleisch ein wenig fester ist und auch durch das Schmoren nicht ganz zart geworden ist. Vielleicht wird das noch, wenn man das Stück noch etwas länger garen lässt. Aber das wir unseren Sauerbraten immer eher dünner aufschneiden, ist auch das kein Ausschlusskriterium.

 

Zum Schluss möchten wir euch aber noch als Tipp mit auf den Weg geben, mal beim GenussWert Shop vorbei zu schauen, denn das Fleisch mit dem dort gehandelt wird, stammt ausschließlich aus Deutscher Aufzucht. Auf 160 Hektar Grünland wachsen die Rinder, von denen 44 Wagyurinder sind, in Thüringen auf und das Fleisch wird auch regional ver- und weiterverarbeitet. Also bekommt ihr hier Fleisch von richtig guter Qualität und darauf kommt es an. Wir sind auf jeden Fall echt begeistert von deren Fleisch und auch Bestellung und Lieferung funktionierten simpel und einwandfrei.

 

Wir hoffen, ihr habt nun Lust darauf bekommen, Oma Lores Sauerbraten selber einmal auszuprobieren, denn wir sind gespannt, ob er euch genauso gut schmeckt, wie er uns und der Familie schon immer geschmeckt hat.

 

Viel Spaß beim kochen,

 

Eure Jungs