Rhabarbertarte


Rhabarbertarte_backen_Rezept_Foodblog_Köln

Der Frühling ist dieses Mal ja wirklich sogar im März ein wenig wärmer, als in den letzten Jahren. Und als wir am vergangenen Samstag auf dem Markt einkaufen waren, hat es uns daher schon gar nicht gewundert, dass es dort schon deutschen Spargel und Rhabarber gab.

 

Dass es aber schon deutsche Erdbeeren zu kaufen gibt, hätten wir nicht gedacht ..! Also haben wir kurz nachgefragt, denn auf dem Schild am Marktstand, konnten wir klar und deutlich ein „D“ lesen. Hätte ja auch sein können, dass die Martkfrau das Länderkennzeichen der 

Dominikanischen Republik nicht kennt und einfach mal das D hat stehen lassen. Wir mussten sie unbedingt probieren und können euch sagen, dass sie besser schmeckten, als einige, die wir im letzten Sommer gekauft hatten.

 

Aber heute geht es ja gar nicht um die Erdbeere, sondern um den Rhabarber. Wir haben in den letzten Tagen immer mehr tolle Rezepte von einigen Bloggerfreunden sehen können und waren daher ganz versessen darauf, etwas mit dem sauren Obst anzustellen.

 

Da wir abends bei der lieben Mascha auf ihre alljährliche und schon legendäre „Silvesterparty 2.0“ eingeladen waren, hatten wir natürlich den ganzen Samstag genügend Zeit, leckere Sachen vorzubereiten, die wir mit bringen konnten.

 

Silvester? Ihr habt richtig gehört! Da die liebe Mascha die Weihnachtstage bis nach Silvester immer bei ihrer Familie und alten Freunden in Osnabrück verbringt, haben wir irgendwie nie die Gelegenheit, mit ihr zusammen zu feiern. Daher hat sie sich vor einigen Jahren überlegt, Silvester einfach im Februar oder März nochmal zu feiern. Und zwar mit uns und unseren ganzen tollen Freunden.

 

Es war wieder mal ein Festschmaus (auch ohne unsere Mitbringsel) und eine grandiose Silvesternacht mit einigen Gläsern Wein oder Bier, Sekt und natürlich Böller um 0:00 Uhr! (Bitte nicht weiter erzählen, denn das ist vermutlich gar nicht erlaubt. Aber die Nachbarn hatten ihren Spaß und kamen für das Spektakel, zumindest mit dem Oberkörper, aus den Fenstern gekrochen und schauten zu.

 

Jetzt geht’s aber sofort zu unserer Tarte, die wir mit Rhabarber und einer Frischkäsecreme gebacken haben. Schaut einfach selbst …


Für 1 rechteckige Tarteform stellt euch diese Zutaten bereit:

Für den Boden:

190 g Dinkelmehl Type 630

50 g feinster Zucker

1/4 TL Salz

170 g kalte Butter, in kleinen Stücken

30 ml eiskaltes Wasser

 

Und für den Belag:

300 g Frischkäse, Doppelrahmstufe

2 Eigelb

3 EL feinster Zucker

 

4 Stangen Rhabarber, halbiert oder geviertelt (je nach Dicke der Stangen)

 

1/2 Pckg. Tortenguss, weiss

60 ml Rhabarbersaft (altern. Apfel- oder ein anderer heller Saft)

65 ml Wasser

1 TL Zucker



  • vermischt Mehl, Zucker und Salz in einer Schüssel und gebt die Butterstücke dazu
  • knetet von Hand oder mit einem Teigmischer die Butter vorsichtig unter die Mehlmischung (nicht zu viel kneten, damit der Mürbeteig auch schön mürbe wird)
  • nach und nach gebt löffelweise das Wasser mit dazu
  • in Folie verpackt, lasst ihr den Teig im Kühlschrank für 1 Stunde ruhen
  • kurz vor Ende der Ruhezeit, rührt Eigelb und Zucker unter den Frischkäse und stellt ihn beiseite
  • säubert und schält den Rhabarber und scheidet ihn längs zurecht
  • heizt euren Backofen auf 175°C Ober-/Unterhitze vor
  • rollt nun den Teig auf eurer leicht bemehlten Arbeitsfläche dünn aus (ca. 5 mm) und legt ihn vorsichtig in und über die Tarteform
  • drückt ihn ganz leicht an und schneidet den überschüssigen Teig ab
  • stecht mit einer Gabel mehrfach ein, füllt die Creme hinein und streicht sie glatt
  • legt nun die Rhabarberstreifen auf die Creme und backt die Tarte für ca. 40 Minuten
  • lasst sie nun auf einem Kuchengitter auskühlen
  • rührt mit dem Saft, Wasser und Zucker in einem Topf den Tortenguss bei mittlerer Temperatur glatt und gießt ihn als Abschluss über die Tarte
  • erneut auskühlen und fest werden lassen


Je nachdem, wie groß eure Tarteform ist, könnt ihr aus dem überschüssigen Teig entweder ein paar Plätzchen ausstechen und backen oder 1-2 kleine Tartelettes zubereiten die ihr für den „Notfall“ in einer verschlossenen Dose aufbewahrt.

So hat das die gute Oma Lore nämlich immer gemacht. Wenn Teig übrig blieb, dann wurden Tartelettes gebacken. Und wenn sich dann kurzfristig Besuch angekündigt hatte, dann kam ein halber Pfirsich aus der Dose darauf und mit dem Saft wurde Tortenguss angerührt, um den Pfirsich damit zu bedecken.

 

Wenn es frisches Obst im Garten gab, kamen auch Erdbeeren oder Heidelbeeren darauf. Alles, was der Garten oder die Speisekammer gerade so hergab. Manchmal und das hat Torsten am besten gefallen, wurde schnell ein Vanillepudding gekocht, hineingefüllt und Erdbeeren oben drauf gesetzt.

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Jetzt ärgern wir uns gerade, dass wir das nicht auch schon längst so machen, denn Besuch kommt ja hin und wieder wirklich mal ohne lange Ankündigung auf einen Sprung vorbei ..! Wir werden wohl mit Omas Tradition anfangen müssen. Sie wird bestimmt stolz sein, dass wir es ihr nachmachen. Wir werden ihr das nächste Woche erzählen.

 

Wenn bei euch Besuch so kurzfristig vorbei kommt und ihr eigentlich nicht soviel zu Hause habt, was sind dann so eure Notgriffe, die trotzdem jedem Gast gefallen? Das kann ja sowohl süß als auch herzhaft sein. Schreibt uns hier in die Kommentare oder auch per Mail. Wir sind gespannt.

 

Eure Jungs