Pandoro - Goldenes Brot

Italienisches Weihnachtsgebäck


Wir haben es endlich geschafft ...!

 

Was? Also, das fing tatsächlich schon im vorigen Jahr an. Andrea, ein Freund von uns, Sizilianer, liebt natürlich die italienische Küche. Und da gehört genauso Desserts, Kuchen und Brot dazu.

 

Irgendwann im Sommer 2015 meinte er zu uns, dass er sich wünschen würde, auf unserem Blog sein heiß geliebtes Pandoro zu sehen, das in Italien neben dem Panettone zu Weihnachten einfach nicht fehlen darf. Und natürlich haben wir das auch gleich versprochen. Dann kam die Adventszeit und wir waren mit so vielen leckeren Dingen beschäftigt, dass wir an das Pandoro überhaupt nicht mehr gedacht hatten.

 

Aber Andrea hatte das nicht vergessen und "löcherte" uns immer mal wieder damit. Das konnten wir dann natürlich nicht auf uns sitzen lassen und nahmen uns das ganz fest für dieses Jahr vor. Wir hatten so viele italienische Rezepte durchforstet, die so unterschiedlich waren, dass wir fast verzweifelt sind, denn wir wussten überhaupt nicht mehr, welches davon denn an das Original heran kommen könnte. Zudem können wir beide kein italienisch und haben uns dann mit unseren Spanischkenntnissen so durch geschlagen.

 

An einem Sonntag Anfang November starteten wir dann unseren ersten Versuch und waren eigentlich davon überzeugt, dass unser Pandoro perfekt werden würde ... weit gefehlt (ok - geschmacklich war es schon ganz gut)! Jetzt wissen wir, warum nur wenige ihr Pandoro überhaupt noch selber backen. Es ist zwar kein Hexenwerk, aber was man wirklich benötigt, ist Zeit und Geduld!

 

Also ging es am nächsten Wochenende wieder ran an das goldene Brot. Dieses Mal hatten wir genügend Zutaten zu Hause, um den Teig für gleich 3-4 Brote zuzubereiten und an unserem Rezept noch herum zu schrauben. Unser Endergebnis zeigen wir euch heute ...


Pandoro_italienisch_Rezept_Foodblog_backen_köln_blog_Weihnachten

Für den Teig:

450 g Weizenmehl Type 550

60 ml lauwarme Milch

100 g feinster Zucker

25 g frische Hefe

1 Vanilleschote

1 TL Kardamon, gemahlen

1/2 TL Zimt, gemahlen

1/2 Bio-Orange, der Abrieb davon 

1 TL Salz

150 g weiche Butter

2 Eier

Zur Weiterverarbeitung des Teiges:

140 g Butter

Und das Wichtigste, um das Pandoro zu backen, ist natürlich diese Backform ...!*




  • gebt das Mehl in eine Schüssel und macht eine Kuhle in der Mitte
  • verrührt in der lauwarmen Milch 20 g des Zuckers und die Hefe und schüttet die Hefemilch in die Kuhle
  • vermengt sie mit etwas Mehl zu einem flüssigen Brei und lasst sie 20 Minuten stehen, bis dieser Blasen geworfen hat
  • gebt alle übrigen Zutaten für den Teig dazu und knetet alles in ca. 15 Minuten zu einem glatten Teig
  • heizt unterdessen den Backofen auf 30°C vor und lasst den Hefeteig, abgedeckt, für 3 Stunden darin gehen
  • rollt den Teig auf eurer leicht bemehlten Arbeitsfläche rund aus und legt in der Mitte mit Butterflocken ein Quadrat aus
  • legt alle 4 Seiten zur Mitte über die Flocken, so dass ein Quadrat entsteht und verschließt die Teigfalten
  • rollt das Quadrat vorsichtig zu einem Rechteck und faltet es 2x ein - wie bei einem Briefumschlag - und stellt den Teig für 30 Minuten kalt
  • dieses Ausrollen, Falten und kaltstellen (Tourieren) wiederholt ihr noch 2 Mal
  • nach dem letzten Tourieren formt ihr vorsichtig eine Kugel aus dem Teig - es darf keine Butter aus dem Teig heraustreten!
  • legt die Kugel in die Pandoro-Form und lasst sie, abgedeckt, im auf 30°C vorgeheizten Ofen für weitere 3-4 Stunden gehen
  • sobald der Teig rund bis über den Rand der Form aufgegangen ist, heizt euren Backofen auf 180°C Ober-/Unterhitze vor
  • backt das Pandoro für 20 Minuten, legt Alufolie oder Backpapier darüber, dass es nicht zu dunkel wird
  • reduziert die Temperatur auf 160°C und lasst es weitere 30 Minuten weiter backen
  • lasst das Brot für 20 Minuten in der Form auskühlen und stürzt es auf ein Kuchengitter
  • bestreut das kalte Pandoro mit Puderzucker und serviert es sofort danach, denn frisch schmeckt es am Besten

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Ganz ehrlich ... gleich wenn die Zubereitung eines Pandoro ein wenig Zeit in Anspruch nimmt. Wir werden dieses leckere und winterliche Brot auf jeden Fall für alle Weihnachtsfeiertage vorbereiten und backen. Denn dadurch, dass der Teig sehr lange geht und ihr ihn gut vorab im Kühlschrank lagern könnt, ist es ganz leicht, jeden Nachmittag oder Abend sein frisches Pandoro aus dem Ofen zu holen.


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Was wir euch aber auf jeden Fall mit auf den Weg geben können ... ihr müsst euch dieses leckeres italienische süße Brot backen. Sonst habt ihr echt was verpasst.

 

Seit geduldig und dann werdet ihr auf jeden Fall belohnt werden.

 

Eure Jungs

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